06 April 2026, 20:19

Wie ein Pionier die Solarszene in Rottenburg über Jahrzehnte prägte

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Wie ein Pionier die Solarszene in Rottenburg über Jahrzehnte prägte

Thomas Hartmann ist seit fast drei Jahrzehnten eine prägende Figur in der Rottenburger Solarszene. Sein Weg begann 1994 mit solarthermischen Anlagen – zu einer Zeit, als erneuerbare Energien noch längst nicht die breite Unterstützung genossen, die sie heute haben. Im Laufe der Jahre hat sein Unternehmen, die Hartmann Energietechnik GmbH, einige der frühesten und bedeutendsten Solarprojekte der Region realisiert.

1995 gründete Hartmann sein erstes Unternehmen mit Fokus auf Solarthermie. Bis zum Jahr 2000 beschäftigte das Unternehmen fünf Mitarbeiter, eine Zahl, die während der Hochphase der Branche später auf 15 anwachsen sollte. Die erste große Photovoltaik-Anlage – ein 4,5-Kilowatt-System – wurde auf dem Dach eines Wohnhauses in Rottenburg installiert und markierte den Beginn seiner Arbeit im Bereich Solarstrom.

Als das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eingeführt wurde, zweifelten viele Anwohner daran, ob Solarmodule überhaupt lange halten würden. Hartmann erinnert sich an Gerüchte, die vor Inkrafttreten des Gesetzes die Runde machten. Trotz der Skepsis trieb er die Entwicklung voran und installierte eine 24-Kilowatt-Anlage an der Grundschule in Rottenburg-Oberndorf – das erste Gemeinschafts-Solarprojekt des Landkreises.

2006 errichtete er das Sonnenzentrum in Oberndorf, einen Komplex, der die Produktion von Solarkollektoren, Büroräume und sogar ein Restaurant beherbergte. Die folgenden Jahre gestalteten sich schwierig, insbesondere zwischen 2011 und 2018, als die Einnahmen aus dem Restaurant das Unternehmen mitunter über Wasser hielten. Heute arbeitet das Unternehmen mit zehn Mitarbeitern – weniger als zur Blütezeit, aber weiterhin aktiv in der Branche.

Seit der Einführung des EEG veranstaltet Hartmann zudem monatliche "Solar-Spaziergänge", bei denen er Besucher durch verschiedene Anlagen für erneuerbare Energien führt. Sein Engagement ist ungebrochen, auch wenn die Herausforderungen bleiben. Rückblickend gibt er zu, dass die Branche – und damit auch sein eigenes Unternehmen – ohne das EEG nicht so weit gekommen wäre.

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Hartmanns Arbeit hat bleibende Spuren in der Energie-Landschaft Rottenburgs hinterlassen. Von den frühen Solaranlagen über Gemeinschaftsprojekte bis hin zu Bildungsinitiativen haben seine Bemühungen maßgeblich dazu beigetragen, die Nutzung erneuerbarer Energien in der Region voranzutreiben. Das Unternehmen passt sich weiterhin an und beweist damit seine Widerstandsfähigkeit in einer sich ständig wandelnden Branche.

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