Wie ein vergessener Rennwagen Porsches Legende prägte
Ferdinand Porsche machte sich bereits lange vor der Gründung seines berühmten Unternehmens in der Motorsportwelt einen Namen. Während seiner Zeit bei Austro Daimler entwarf er den ADS-R – einen leichten Rennwagen, der 1922 die Targa Florio dominierte. Dieser frühe Erfolg legte den Grundstein für seine späteren Leistungen im Automobilbau.
Porsche trat zu Beginn des 20. Jahrhunderts Austro Daimler bei, wo er eine Vision für kleine, bezahlbare Autos entwickelte. Seine Idee – ein leichtes, viertüriges Fahrzeug – beeinflusste später das Design des VW Käfers. Doch zunächst konzentrierte er sich auf den Rennsport.
Bei Austro Daimler leitete er die Entwicklung des ADS-R, eines einsitzigen Rennwagens mit fast 50 PS. Der Wagen, Spitzname Sascha, teilte sich Komponenten mit der Straßenversion, war aber rein auf Geschwindigkeit ausgelegt. Rechtzeitig zur Targa Florio 1922 wurden vier Prototypen fertiggestellt.
Das Rennen bewies die Überlegenheit des ADS-R: Der Wagen erreichte einen Doppelsieg und schrieb damit Motorsportgeschichte. Trotz dieses Erfolgs stoppten wirtschaftliche Schwierigkeiten in Österreich und Deutschland alle Pläne für eine Serienproduktion. Die schwere Inflation machte das Projekt undurchführbar.
Jahrzehnte später wurde einer der ursprünglichen ADS-R-Prototypen zum ältesten fahrbereiten Fahrzeug im Porsche-Museum. Sein Erbe blieb bestehen, selbst als Porsches Karriere neue Wege einschlug.
Mit 56 Jahren gründete er 1931 sein eigenes Ingenieurbüro – den ersten Schritt zur Marke Porsche. Das Sportwagenunternehmen, wie wir es heute kennen, startete 1948, doch seine Wurzeln reichen bis zu diesen frühen Innovationen zurück.
Der ADS-R ging nie in Serie, doch seine Wirkung blieb. Die Rennsiege des Wagens und Porsches frühe Entwürfe prägten seine spätere Arbeit. Heute steht der erhaltene Prototyp als Mahnmal für das ingenieurtechnische Genie, das seine Laufbahn bestimmte.






