Wie eine Handgeste weltweit Freude, Frieden oder Beleidigung bedeuten kann
Cordula RingWie eine Handgeste weltweit Freude, Frieden oder Beleidigung bedeuten kann
Handgesten können in verschiedenen Kulturen völlig unterschiedliche Bedeutungen haben. Die einfache Geste, zwei Finger zu heben oder ein „OK“-Zeichen zu formen, vermittelt weltweit ganz unterschiedliche Botschaften. Was an einem Ort Zustimmung signalisiert, kann anderswo Verlegenheit oder sogar Missbilligung ausdrücken.
In der westlichen Welt stehen der erhobene Zeige- und Mittelfinger oft für Sieg oder Frieden. Diese Geste taucht bei Feiern, Protesten und sogar auf Schnappschüssen auf. Viele nutzen sie auch, um in Bars Getränke zu bestellen oder zu signalisieren, dass alles in Ordnung ist.
Das „OK“-Zeichen – Daumen und Zeigefinger formen einen Kreis – zeigt meist Zustimmung oder Einverständnis. Taucher setzen es unter Wasser ein, um Sicherheit zu bestätigen. Doch in Deutschland kann allein der erhobene Zeigefinger in bestimmten Zusammenhängen Verachtung ausdrücken, etwa beim Geldzählen oder in offiziellen Gesprächen.
In Ostasien übernimmt die Geste mit zwei Fingern eine andere Rolle. Oft wird sie auf Fotos gezeigt, um Schüchternheit oder Verlegenheit auszudrücken. Manchmal formen die Finger ein Herz und vermitteln Botschaften wie „Alles ist gut“ oder sogar finanziellen Erfolg. Anime- und Manga-Fans kennen die Geste als kreativen Ausdruck, der ihr eine tiefere Bedeutung verleiht.
Eine einzige Handbewegung kann je nach Ort Freude, Frieden oder sogar Kritik vermitteln. Dieselbe Geste, die in einem Land den Sieg feiert, kann in einem anderen Unbehagen ausdrücken. Wer diese Unterschiede kennt, vermeidet Missverständnisse im Alltag.






