Wie Energy Sharing in Deutschland durch mehr Mitsprache gelingen kann
Nadeschda HolzapfelWie Energy Sharing in Deutschland durch mehr Mitsprache gelingen kann
Neues Projekt will Deutschlands Regeln für Energie-Teilen verbessern – durch mehr Mitsprache im Sektor
Die Plattform Forum EnShare, unterstützt vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem Bürgerenergie-Bündnis (BBEn), bringt verschiedene Akteure der Branche zusammen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen für das gemeinsame Nutzen von Energie zu klären. Fachleute betonen: Eine breitere Beteiligung von Kommunen, Bürgern und Unternehmen sei entscheidend für das Gelingen der Energiewende.
Beim Energy Sharing können Gruppen von Menschen lokal erzeugten Strom innerhalb ihrer Gemeinschaft nutzen. Digitale Lösungen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie erfassen Erzeugung und Verbrauch, stimmen Angebot und Nachfrage ab und fördern einen flexiblen Energieeinsatz.
Dass ein solches System funktioniert, hat bereits das Projekt ESCdigital unter Beweis gestellt. Nun geht Forum EnShare einen Schritt weiter und sammelt Input von Interessengruppen aus der gesamten Energiewirtschaft. Ziel ist es, politische Weichenstellungen für ein faires und effizientes Energie-Teilen anzustoßen.
Die Initiative unterstreicht, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Haushalten, Unternehmen und Energieanbietern ist. Ohne eine breite Einbindung drohen Verzögerungen oder Ineffizienzen bei Deutschlands Umstieg auf Erneuerbare.
Die Ergebnisse des Projekts könnten in aktualisierte Regelungen münden, die das Energie-Teilen einfacher und zugänglicher machen. Durch die Verknüpfung technischer Lösungen mit dem Feedback der Beteiligten will Forum EnShare Hürden abbauen – etwa für Gemeinden, die lokal erzeugten Strom gemeinsam nutzen möchten. Gelingt dies, wäre es ein wichtiger Schritt hin zu einem dezentralen und partizipativen Energiesystem in Deutschland.






