31 May 2026, 20:20

Wirtschaftselite streitet über Cordon sanitaire gegen die AfD – Spaltung droht

Wirtschaft streitet über die Behandlung der AfD

Wirtschaftselite streitet über Cordon sanitaire gegen die AfD – Spaltung droht

In der deutschen Wirtschaftswelt entbrennt eine hitzige Debatte über den Cordon sanitaire gegen die rechtspopulistische AfD. Einige Unternehmer und Branchenvertreter stellen inzwischen infrage, ob der Ausschluss der Partei der Politik und der Wirtschaft schadet. Andere bestehen darauf, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD noch größere Risiken für Stabilität und Marktwirtschaft berge.

Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob die langjährige Weigerung, mit der AfD zusammenzuarbeiten, weiterhin gerechtfertigt ist. Caspar Brockhaus, Chef der Brockhaus-Gruppe, wirft der Politik vor, durch diese Haltung Entscheidungsprozesse zu blockieren und den wirtschaftlichen Fortschritt zu lähmen. Er schlägt vor, im Falle eines Scheiterns der aktuellen Koalition neue demokratische Bündnisse zu schmieden, um Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit wiederzubeleben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Unternehmerin Sarna Rößer bezeichnet den Cordon sanitaire als Ausdruck von Arroganz der etablierten Parteien. Wolfgang Grupp, Geschäftsführer des Bekleidungsherstellers Trigema, pflichtet ihr bei: Der Ausschluss einer Partei mit erheblichem Wählerzuspruch untergrabe demokratische Prinzipien – auch wenn er persönlich eine restriktive Migrationspolitik befürworte.

Doch der Widerstand bleibt massiv. Rainer Dulger, Präsident der Arbeitgeberverbände BDA, warnt, dass extremistische Parteien wie die AfD die wirtschaftlichen Grundlagen Deutschlands gefährdeten. Franz-Olaf Kallerhoff, Chef des Markenverbands, teilt diese Sorge und betont, dass jede Annäherung an die AfD die soziale Marktwirtschaft destabilisieren könnte.

Wichtige Wirtschaftsverbände wie der BGA halten weiterhin am Cordon sanitaire fest. dessen Präsident Dirk Jandura besteht darauf, dass sich die AfD zunächst klar von Extremismus distanzieren müsse, bevor ein Dialog möglich sei.

Die Spaltung offenbart die tiefe Verunsicherung in der Wirtschaftselite darüber, wie mit dem wachsenden Einfluss der AfD umzugehen ist. Während die einen eine Lockerung der Ausgrenzungspolitik fordern, argumentieren andere, dass die Risiken einer Normalisierung der Partei jeden möglichen Nutzen überwiegen. Die Debatte spiegelt die größeren Spannungen um die politische und wirtschaftliche Zukunft Deutschlands wider.

Quelle