18 January 2026, 05:35

Wohnungsnot in Baden-Württemberg: Warum bezahlbares Mieten fast unmöglich wird

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke und Text, der Stadtinformationen bereitstellt.

192.000 Wohnungen Fehlen - Günstiger Wohnraum Besonders Knapp - Wohnungsnot in Baden-Württemberg: Warum bezahlbares Mieten fast unmöglich wird

Baden-Württemberg steckt trotz stetigen Bevölkerungswachstums in einer schweren Wohnungsnot.

In den vergangenen 14 Jahren ist die Einwohnerzahl des Landes um 7,2 Prozent auf 11,2 Millionen gestiegen. Doch der Bedarf an bezahlbarem Wohnung mieten übersteigt das Angebot bei Weitem – viele Menschen finden kaum noch passende Unterkünfte.

Seit 2010 hat sich die Zahl der Privathaushalte in der Region um fast 11 Prozent erhöht. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Haushaltsgröße von 2,19 auf 2,11 Personen gesunken. Zugleich stieg die Wohnfläche pro Einwohner von 44 auf 48,7 Quadratmeter – was den Druck auf den ohnehin knappen Wohnung mieten Markt weiter verstärkt.

Besonders prekär ist die Lage im mittleren Preissegment, wo Wohnungen mit Nettokaltmieten zwischen 8,00 und 10,00 Euro pro Quadratmeter stark nachgefragt werden. Nur in drei Landkreisen – Tübingen, Calw und Freudenstadt – ist die Wohnraumsituation halbwegs ausgeglichen. In den übrigen 41 von 44 Landkreisen herrscht dagegen entweder Wohnung mieten Mangel oder ein massiver Engpass. Zuzug, kleinere Haushalte und steigende Flächenansprüche haben die Krise verschärft. Während Luxusimmobilien und hochpreisige Wohnungen verfügbar bleiben, mangelt es an bezahlbaren Alternativen. Aktuell fehlen im Land rund 192.000 Wohnungen – eine Entspannung ist nicht in Sicht.

Die Wohnung mieten Lücke in Baden-Württemberg weitet sich weiter aus, vor allem für Mieter im mittleren Preissegment. Da die meisten Landkreise von Engpässen betroffen sind, bleibt der Bedarf an bezahlbaren Lösungen dringend. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen wird sich die Krise voraussichtlich verschärfen, denn die Nachfrage steigt weiter.