14 March 2026, 06:45

Wohnungsnot in Baden-Württemberg: Wie Studierende trotz Mietwahnsinn noch ein Dach finden

Ein Plakat mit der Aufschrift "Was gibt es Neues zum einmaligen Schuldenentlastungsprogramm der Biden-Harris-Regierung?" oben und Büchern unten.

Wohnungsnot in Baden-Württemberg: Wie Studierende trotz Mietwahnsinn noch ein Dach finden

Bezahlbarer Wohnraum wird für Studierende in Baden-Württemberg immer schwerer zu finden. Steigende Mieten und ein begrenztes Angebot zwingen viele dazu, verzweifelt nach einer Bleibe zu suchen. Zwar gibt es Beratungsstellen und rechtlichen Schutz, doch der Einstieg in den Wohnungsmarkt bleibt für Neuankömmlinge eine Herausforderung.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Studierendenwerke, die studentischen Welfare-Organisationen. Die meisten der zwölf regionalen Einrichtungen in Baden-Württemberg bieten Wohnungsvermittlung und Plätze in Studentenwohnheimen an. Einige unterstützen zusätzlich mit Rechtsberatung, Mieterschlichtung oder Notunterkünften für diejenigen, die plötzlich obdachlos zu werden drohen.

Wohngemeinschaften (WGs) sind eine beliebte Lösung – doch die Mietmodelle variieren. Mal übernimmt ein Hauptmieter die Verantwortung, mal haften alle Bewohner gleichermaßen. Unabhängig vom Modell müssen Mieter pünktlich zahlen und die Wohnung instand halten, während Vermieter für größere Reparaturen zuständig sind.

In Mietverträgen finden sich mitunter Klauseln, die Mieter zu kleinen Instandhaltungsarbeiten verpflichten – allerdings nur bis zu einer festgelegten Obergrenze. Vermieter dürfen zwar früh im Prozess Einkommensnachweise oder andere Unterlagen anfordern, Schufa-Auskünfte sollten aber erst gegen Ende der Bewerbung verlangt werden. Möblierte Wohnungen können mit einem Aufpreis verbunden sein, die Kaution ist gesetzlich auf maximal drei Monatsnettokaltmieten begrenzt.

In besonders angespannten Städten begrenzt die Mietpreisbremse Erhöhungen auf höchstens 10 Prozent über dem örtlichen Durchschnitt. Als Überbrückung helfen temporäre Zimmervermietungen Studierenden in akuten Notsituationen. Neben staatlichen Angeboten stellen in manchen Regionen auch kirchliche Träger zusätzliche Wohnmöglichkeiten bereit.

Der Wohnungsmarkt in Baden-Württemberg ist für Studierende hart – doch es gibt Unterstützung. Rechtliche Absicherungen, Notfallhilfen und WG-Lösungen mildern den Druck. Angesichts weiter steigender Mieten bleiben diese Angebote für Studienanfänger in der Region unverzichtbar.

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