16 April 2026, 10:20

Wuppertals Führungskrise: Zwei Dezernenten verlassen die Stadt in kritischer Phase

Ein Stadtplatz mit einem zentralen Brunnen, umgeben von Bänken, Topfpflanzen, Straßenlaternen und -masten, einem Uhrenturm und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Wuppertals Führungskrise: Zwei Dezernenten verlassen die Stadt in kritischer Phase

Wuppertal steht vor einem deutlichen Umbruch in seiner Führungsetage: Zwei der sechs Dezernatsleiter verlassen die Stadt. Matthias Nocke, der Leiter des Kulturamts, wurde von seinen Aufgaben entbunden, während Finanzdezernent Thorsten Bunte für eine neue Position nach Dortmund wechselt. Die personellen Veränderungen kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da Wuppertal gerade einen Sparhaushalt erarbeitet und in den kommenden Monaten wichtige finanzpolitische Weichenstellungen anstehen.

Nockes Abgang aus der Verwaltung hat für Diskussionen gesorgt, insbesondere da seine Entlassung laut Berichten nicht einvernehmlich erfolgte. Einige Kreise werten seinen Rückzug als Rückschlag und äußern Bedenken, ob Wuppertal künftig qualifizierte Bewerber für solche Schlüsselpositionen gewinnen kann. Ein Auswahlgremium für seine Nachfolge ist bereits eingerichtet, und die Stadt strebt eine zügige Besetzung der Stelle an.

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Thorsten Bunte, der erst seit drei Jahren als Finanzdezernent amtierte, kehrt im April in seine Heimatstadt Dortmund zurück. Sein vorzeitiger Abschied wird von manchen als ungewöhnlich wahrgenommen, bedenkt man die vergleichsweise kurze Amtszeit. Die Haushaltsabstimmung in Wuppertal, die für Ende Mai geplant ist, wird nun ohne ihn stattfinden. Die Stadt hofft, bereits im Juni einen Nachfolger für Bunte wählen zu können; ein ähnliches Auswahlverfahren soll in Kürze beginnen.

Die Führungswechsel fallen in eine Phase, in der Wuppertal den Sparhaushalt finalisieren muss, der auch Kürzungen im Personalbereich vorsieht. Trotz der Herausforderungen zeigte sich Oberbürgermeisterin Miriam Scherff zuversichtlich, für beide Positionen geeignete Kandidaten zu finden.

Mit zwei zentralen Vakanzen und anstehenden Haushaltsentscheidungen steht Wuppertal nun vor einer Phase des Übergangs. Entscheidend wird sein, ob es der Stadt gelingt, starke Nachfolgekandidaten zu gewinnen – ein Faktor, der die künftige Ausrichtung der Verwaltung in den kommenden Monaten maßgeblich prägen wird. Die Ergebnisse der Auswahlverfahren für die Nachfolger von Nocke und Bunte werden dabei richtungsweisend sein.

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