Zetsche bricht Schweigen zu Dieselkrise und dankt Daimler-Mitarbeitern
Wenzel WeinholdZetsche bricht Schweigen zu Dieselkrise und dankt Daimler-Mitarbeitern
Daimler-Chef Dieter Zetsche hat sich in einem LinkedIn-Beitrag zu den öffentlichen Bedenken hinsichtlich der Dieselproblematik geäußert. Er bedankte sich bei den Mitarbeitenden für ihren Einsatz und betonte sein Vertrauen in deren Fähigkeit, Lösungen zu finden.
Die Botschaft verfasste Zetsche vor Beginn der Sommerpause des Konzerns. Er räumte die anhaltenden Kontroversen um Dieselmotoren ein, warnte jedoch vor Spekulationen über das Vorgehen Daimlers. Gleichzeitig lobte er den Erfindergeist der Ingenieure des Unternehmens, die an der Bewältigung der Herausforderungen arbeiteten.
Aktuell prüfen Ermittler, ob Gespräche zwischen Automobilherstellern über Abgassysteme für Dieselfahrzeuge illegale Preisabsprachen beinhalteten. Berichten zufolge reichte Volkswagen 2016 eine Selbstanzeige bei den Kartellbehörden ein, während Daimler dies angeblich bereits 2014 getan haben soll.
Im Rahmen seines „Zukunftsplans für Dieselmotoren“ hat Daimler drei Millionen Diesel-Fahrzeuge in Europa zurückgerufen. Die Rückrufaktion wird das Unternehmen voraussichtlich rund 220 Millionen Euro kosten. Zudem führt der Konzern interne Untersuchungen durch und arbeitet mit den Behörden zusammen.
Daimler steht weiterhin in engem Austausch mit den Aufsichtsbehörden und steuert gleichzeitig die finanziellen Folgen des Rückrufs. Das Unternehmen konzentriert sich darauf, die technischen und rechtlichen Herausforderungen im Zusammenhang mit seinen Dieselmotoren zu meistern. Zetsches Statement unterstreicht das Bekenntnis zu Transparenz und Innovation.






