16 April 2026, 08:19

ZF Friedrichshafen plant radikale Umstrukturierung wegen schwacher E-Auto-Nachfrage

Liniengraph, der den Anstieg der Verkaufszahlen von batterieelektrischen Fahrzeugen in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

ZF Friedrichshafen plant radikale Umstrukturierung wegen schwacher E-Auto-Nachfrage

ZF Friedrichshafen kündigt Umstrukturierung an – Reaktion auf schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und Überkapazitäten

Der Technologiekonzern ZF Friedrichshafen hat Pläne zur Neuausrichtung seiner Geschäftsaktivitäten bekannt gegeben. Hintergrund sind die nachlassende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen sowie bestehende Überkapazitäten in der Produktion. Im Rahmen der Restrukturierung wird das Unternehmen seine Sparte für elektrifizierte Antriebstechnologien überprüfen und gleichzeitig Prozesse straffen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Die Neuordnung basiert auf einem Tarifvertrag aus dem Jahr 2020, der standortbezogene Bewertungen und zukünftige Planungen ermöglicht. Laut der neuen Strategie wird ZF mehrere deutsche Standorte zu größeren Netzwerken zusammenfassen und die Belegschaft in Deutschland bis 2028 auf 11.000 bis 14.000 Mitarbeiter reduzieren. Die Verringerung soll vor allem durch natürliche Fluktuation und demografische Entwicklungen erfolgen, um einen sozialverträglichen Ansatz zu gewährleisten.

Innerhalb der Sparte für elektrifizierte Antriebstechnologien werden Abläufe, Prozesse und Strukturen optimiert. Standorte ohne langfristige Wettbewerbsfähigkeit könnten umgestaltet oder geschlossen werden. Automatisierung und Digitalisierung spielen dabei eine zentrale Rolle, um die Effizienz im gesamten Unternehmen zu steigern.

ZF-Chef Dr. Holger Klein betonte die Notwendigkeit entschlossenen Handelns, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Zudem prüft ZF Partnerschaften im Bereich elektrifizierter Antriebstechnologien, um seine Marktposition zu festigen. Parallel dazu soll das Produktionsnetzwerk ausgebaut und die Forschungs- sowie Entwicklungsarbeit weiter geschärft werden.

Im Fokus der Umstrukturierung stehen Wachstumsbereiche wie Nutzfahrzeugtechnik, Fahrwerkslösungen, Industrietechnik und der Aftermarket-Bereich.

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Ziel der Maßnahmen ist es, das Unternehmen effizienter und wettbewerbsfähiger aufzustellen. Bis 2028 rechnet ZF mit einer schlankeren Belegschaft und verbesserten Produktionskapazitäten – stets mit dem Blick auf nachhaltiges Wachstum in den Kerngeschäftsfeldern.

Quelle