23 March 2026, 22:26

17-Jähriger erleidet lebensgefährlichen Stromschlag auf Güterwagen in Villingen

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Zugkollision auf den Schienen mit Einsatzkräften in Helmen und sichtbarer Infrastruktur.

17-Jähriger erleidet lebensgefährlichen Stromschlag auf Güterwagen in Villingen

Schwerverletzter Jugendlicher nach Kletterei auf Güterwagen in Villingen

Ein 17-jähriger Junge erlitt in den frühen Morgenstunden des Sonntags schwere Verletzungen, nachdem er in Villingen auf einen Güterwagen geklettert war. Der Vorfall ereignete sich kurz vor 4 Uhr und führte zu einer vorübergehenden Sperrung des Bahnhofs, während Rettungskräfte im Einsatz waren. Die Behörden warnten anschließend eindringlich vor den Gefahren des Betretens von Bahnanlagen.

Das Unglück geschah um 03:55 Uhr am 15. Juni 2025, als der Jugendliche versuchte, auf einen abgestellten Kesselwagen zu steigen. Beim Berühren des Waggons entstand ein Lichtbogen, der ihm einen heftigen Stromschlag versetzte und ihn auf die Gleise schleuderte. Seine Verletzungen wurden als lebensbedrohlich eingestuft.

Vor Ort waren zahlreiche Einsatzkräfte im Einsatz, darunter Beamte der Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein und des Polizeipräsidiums Konstanz. Zudem rückten Feuerwehrleute, zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie ein Krisenmanager der Deutschen Bahn aus. Der Bahnhof blieb von 03:35 bis 04:51 Uhr für den Rettungseinsatz gesperrt.

Der Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Serie ähnlicher Fälle ein. Laut Bundespolizei kommt es fast monatlich dazu, dass Jugendliche auf Waggons, Oberleitungsmasten klettern oder sogar auf S-Bahnen "surfen". Allein 2024 wurden bundesweit 17 vergleichbare Vorfälle registriert, bei denen Kinder oder Jugendliche mit Bahnstrom in Kontakt gerieten.

Thomas Schlageter, Präventionsbeamter der Bundespolizei, betonte, dass Bahnanlagen kein Spielplatz seien. Er rief Eltern und Jugendliche dazu auf, sich der tödlichen Risiken solchen Verhaltens bewusst zu sein.

Der 17-Jährige schwebt nach dem Stromunfall weiterhin in Lebensgefahr. Die Ermittlungen zum Vorfall laufen noch, doch die Behörden wiederholten ihre Warnungen vor den lebensgefährlichen Folgen von Bahntrespassing. Der Fall unterstreicht das anhaltende Problem, dass sich Jugendliche auf Gleisanlagen in Gefahr bringen.

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