30.000 Radfahrer fluten Berlins Straßen bei der großen Sternfahrt
Antonio Schleich30.000 Radfahrer fluten Berlins Straßen bei der großen Sternfahrt
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer strömten am Sonntag für die jährliche Sternfahrt auf Berlins Straßen. Die Teilnehmer versammelten sich am Großen Stern und der Siegessäule, wo für einige Stunden Hauptverkehrsadern in fahrradfreundliche Zonen verwandelt wurden.
Die Sternfahrt ist eine langjährige Tradition, die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisiert wird. Seit Jahrzehnten dient sie als Protest für bessere Radbedingungen in der Stadt. In diesem Jahr fuhren die Radler auf etwa 20 verschiedenen Routen, die alle zum zentralen Treffpunkt führten.
Während die Straßen von Fahrrädern geflutet wurden, mussten Autofahrer mit temporären Sperrungen und Umleitungen rechnen. Die Veranstaltung wird jährlich als Demonstration angemeldet, was den Teilnehmern rechtlich erlaubt, auch Autobahnen und Hauptstraßen zu nutzen.
Marlene Alber, Verkehrspolitische Referentin des ADFC Berlin, nutzte die Gelegenheit, um von den Verkehrspolitikern mehr Engagement zu fordern. Sie betonte die Notwendigkeit besserer Finanzierung und des Ausbaus der Radinfrastruktur. Alber argumentierte, dass sichere und gut instand gehaltene Radwege täglich verfügbar sein sollten – nicht nur an Protesttagen.
Die Sternfahrt unterstrich erneut die wachsende Nachfrage nach fahrradfreundlichen Politiken in Berlin. Mit Tausenden Teilnehmern stärkte die Veranstaltung die Forderung nach langfristigen Verbesserungen des Radwegenetzes. Die Organisatoren hoffen, dass die Demonstration die Behörden dazu bewegt, den Radverkehr in zukünftigen Verkehrsplanungen stärker zu priorisieren.






