Aktivisten formen veganes Hakenkreuz bei AfD-Frühstück in Heidenheim
Nadeschda HolzapfelAktivisten formen veganes Hakenkreuz bei AfD-Frühstück in Heidenheim
Eine Gruppe linksgerichteter Aktivist:innen hat eine Frühstücksveranstaltung der AfD in Heidenheim gestört, indem sie veganes Hackfleisch zu einem Hakenkreuz formte. Die als „künstlerische Intervention“ bezeichnete Aktion fand in einem örtlichen Hotel statt, in dem sich die Partei versammelt hatte. Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen zu dem Vorfall eingeleitet.
Die Aktivist:innen hatten sich heimlich im Hotel eingemietet, um Zugang zum Frühstücksbereich zu erhalten. Dort formten sie 1,2 Kilogramm veganes Hackfleisch, Zwiebeln und Gurken zu einem Hakenkreuz. Um das Symbol herum schrieben sie mit demselben Material die Worte „Hütet euch vor der NSAFD“.
Die Gruppe, die dem Zentrum für Politische Schönheit zugerechnet wird, behauptete, ihre Aktion solle zum Nachdenken anregen. Sie argumentierten, der kritische Kontext ihrer Installation mache sie nicht strafbar. Einige Mitglieder gaben jedoch später an, nach der Errichtung des Kunstwerks Drohungen von AfD-Politiker:innen erhalten zu haben.
Die Polizei bestätigte den Vorfall und prüft, ob gegen das Verbot verfassungsfeindlicher Symbole verstoßen wurde. Der AfD-Landesvorsitzende Emil Sänze verurteilte die Aktion als „Schande“ und schlug den Aktivist:innen vor, sie sollten „lieber einen Job suchen“. Das Zentrum für Politische Schönheit ist für provokative Aktionen bekannt, darunter die Unterbrechung eines ARD-Interviews mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch. Die Behörden müssen klären, ob die Darstellung gegen Gesetze zu verfassungsfeindlichen Symbolen verstößt. Die Aktivist:innen bestehen darauf, dass es sich bei ihrer Aktion um politische Meinungsäußerung und nicht um eine Straftat handele.






