28 March 2026, 10:25

Antisemitische Schmierereien erschüttern Rastatt: Hakenkreuze an Friedhof und Schloss

Nahaufnahme einer Metalltafel an einer Wand mit einer Inschrift und einem Logo, die das 10-jährige Jubiläum des Holocaust feiert.

Antisemitische Schmierereien erschüttern Rastatt: Hakenkreuze an Friedhof und Schloss

Rastatt erlebt diese Woche eine Welle politisch motivierter Sachbeschädigungen. Unbekannte Täter sprühten an mehreren Orten, darunter eine Reithalle, ein historisches Gebäude und einen Friedhof, antisemitische Parolen und nationalsozialistische Symbole. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, konnte bisher jedoch keine Tatverdächtigen identifizieren.

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Der erste Vorfall wurde am Mittwoch, dem 7. Mai 2025, gemeldet, als an der Fassade einer Reithalle antiisraelische Schmierereien entdeckt wurden. Noch am selben Tag fand man weitere Graffiti – diesmal in Kombination mit Hakenkreuzen – an einem Gebäude in der Nähe des Friedhofs Gerwigstraße. Auch einzelne Gräber auf dem Friedhof wurden mit ähnlichen Zeichen beschmiert.

Am folgenden Tag, Donnerstag, dem 8. Mai 2025, tauchten weitere Schmierereien am Residenzschloss auf. Die Polizei Rastatt bestätigte, die Taten als politisch motiviert einzuordnen, und rief Zeugen auf, sich zu melden. Hinweise nimmt die Behörde unter der Telefonnummer 07222 761-0 entgegen.

Während Rastatt mit der aktuellen Serie von Vorfällen kämpft, gab es im nahegelegenen Karlsruhe bereits im vergangenen Jahr einen ähnlichen Fall politisch motivierter Sachbeschädigung. Am 8. März 2026 war ein Schulgebäude in der Nähe des Mendelssohnplatzes schwer mit Sprühfarbe beschmiert worden, woraufhin mehrere Tatverdächtige festgenommen wurden. Aus jüngsten Berichten gehen keine weiteren vergleichbaren Vorfälle in der Region hervor.

Die Rastatter Polizei ermittelt weiterhin wegen der Schändungen, die sich gegen öffentliche und historische Stätten richteten. Die Behörden fordern die Bevölkerung auf, verdächtige Aktivitäten zu melden, um die Täter zu überführen. Die Fälle werden intensiv untersucht, bisher gab es jedoch keine Festnahmen.

Quelle