03 April 2026, 20:23

Baden-Württemberg stärkt Schutz der LGBTQIA+-Community gegen Hass und Diskriminierung

Eine Frau in einem weißen Hemd hält ein Schild mit der Aufschrift 'LGBTQ+ Lives Matter' vor einer Wand hoch, ihr Gesichtsausdruck drückt Solidarität aus.

Baden-Württemberg stärkt Schutz der LGBTQIA+-Community gegen Hass und Diskriminierung

Baden-Württemberg verschärft Kampf gegen Hasskriminalität und Diskriminierung – Fokus auf Schutz der LGBTQIA+-Community

Baden-Württemberg geht mit Nachdruck gegen Hassverbrechen und Diskriminierung vor und setzt dabei einen Schwerpunkt auf den Schutz der LGBTQIA+-Community. Ein eigens eingerichteter Kabinettsausschuss, der sich mit Extremismus und Hass befasst, kam kürzlich zu seiner fünften Sitzung zusammen, um die Sicherheitsbedenken queerer Gruppen zu thematisieren. Mit neuen Maßnahmen – darunter eine Sonderermittlungseinheit und erweiterte Meldepflichten – will das Land der steigenden Zahl von Hassdelikten entgegenwirken.

Der Kabinettsausschuss "Entschlossen gegen Hass und Hetze" trat zum fünften Mal zusammen, um die Sicherheitsherausforderungen zu erörtern, denen LGBTQIA+-Personen ausgesetzt sind. Im Jahr 2022 verzeichnete das Land 66 Hassstraftaten mit Bezug auf sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität – ein Anstieg gegenüber 50 Fällen im Vorjahr. Der Trend setzte sich 2023 fort: Mit 1.514 gemeldeten Hassverbrechen erreichte die Statistik den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt.

Um die Unterstützung zu stärken, richtete das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration im Mai 2023 ein "Koordinationszentrum für Information und Opferhilfe" speziell für die LGBTQIA+-Community ein. Das Kultusministerium führte 2023 zudem den Runden Tisch "Queere Perspektiven in Schulen" ein, um gezielte Maßnahmen für den Bildungsbereich zu entwickeln. Darüber hinaus wurden im März 2024 die Meldepflichten ausgeweitet, sodass nun auch Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Identität erfasst wird.

Eine neue Sonderermittlungseinheit gegen Hass und Hetze, angesiedelt beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA), unterstützt seitdem die Arbeit des Ausschusses. Auch die Antisemitismus-Beauftragte des Landes nimmt regelmäßig an den Sitzungen teil. Als nächster Schritt steht Ende 2024 der "Aktionstag gegen Hass und Hetze" an, der in diesem Jahr besonders die queere Community in den Mittelpunkt rücken wird.

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Die Bemühungen des Ausschusses sind Teil einer umfassenderen Strategie, um Diskriminierung zu bekämpfen und die Sicherheit marginalisierter Gruppen zu verbessern. Angesichts der zunehmenden Hasskriminalität hat das Land Meldereformen eingeführt, Opferhilfeangebote ausgebaut und Bildungsinitiativen gestartet. Der anstehende Aktionstag wird die laufenden Maßnahmen zum Schutz von LGBTQIA+-Personen in Baden-Württemberg weiter ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Quelle