27 March 2026, 12:25

Betrugsprozess in Freiburg: Unternehmer soll Sozialabgaben und Corona-Hilfen veruntreut haben

Graffiti an einer Gebäudewand mit der Aufschrift "Polizei ermordet George Fuck 12 P19" mit Fenstern und verstreuten Gegenständen davor.

Betrugsprozess in Freiburg: Unternehmer soll Sozialabgaben und Corona-Hilfen veruntreut haben

Am 30. März 2026 muss sich ein 49-jähriger Mann vor dem Landgericht Freiburg wegen Betrugs und Lohnunterschlagung verantworten. Im Mittelpunkt des Verfahrens stehen Vorwürfe wegen nicht angemeldeter Beschäftigter, vorenthaltenen Sozialabgaben und des Missbrauchs von Corona-Hilfsgeldern. Die Verhandlung beginnt um 9 Uhr vor einem Schöffengericht.

Der Angeklagte, der in Freiburg ein Bau- und Reinigungsunternehmen führte, soll mehrere Mitarbeiter ohne ordnungsgemäße Anmeldung beschäftigt haben. Zwischen März 2020 und November 2021 habe er Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von rund 188.000 Euro vorenthalten, so der Vorwurf. Die genaue Zahl der nicht gemeldeten Beschäftigten ist den Ermittlern zufolge noch nicht abschließend geklärt.

Weiter wird ihm Subventionsbetrug zur Last gelegt: Er soll durch falsche Angaben etwa 60.000 Euro an Corona-Soforthilfen erschlichen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zudem vor, in demselben Zeitraum wiederholt Löhne einbehalten und veruntreut zu haben.

Im Prozess wird es um die Aufklärung der finanziellen Verfehlungen gehen, darunter die vorenthaltenen Abgaben und betrügerische Antragstellungen auf Hilfsgelder. Dem Angeklagten drohen mehrere Anklagepunkte wegen Betrugs und lohnbezogener Straftaten.

Das Gericht muss klären, ob der Mann Sozialversicherungsbetrug, Subventionsbetrug und Lohnunterschlagung begangen hat. Bei einer Verurteilung müsste er mit Strafen wegen vorenthaltener Abgaben, missbräuchlich verwendeter Hilfsgelder und ausstehender Lohnzahlungen rechnen. Die Verhandlung soll im März nächsten Jahres in Freiburg beginnen.

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