25 April 2026, 00:22

Bielefelds Polizei startet Großkontrollen für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern

Schilder mit Aufschrift "e-Bike-Fahren nur für Anwohner" neben einer Straße mit Absperrgittern, einem Fahrzeug, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Bielefelds Polizei startet Großkontrollen für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern

Bielefelder Polizei startet Kampagne für mehr Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Nutzern

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Die Bielefelder Polizei hat eine neue Initiative gestartet, um die Sicherheit von Radfahrern und E-Scooter-Fahrern zu verbessern. Zwischen 7:00 und 20:00 Uhr werden Beamte vermehrt Kontrollen in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Unfallschwerpunkten durchführen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund stark steigender Unfälle mit Zweiradfahrern in der Region.

Die unter dem Motto "Safe.Mobile.Life – Zweiradfahrer im Fokus" laufende Aktion zielt darauf ab, Verletzungen und Todesfälle unter den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern zu reduzieren. Die Behörden warnen, dass Ablenkungen durch Smartphones oder Kopfhörer die Straßen für Radfahrer und Scooter-Fahrer noch riskanter machen.

Ungeschützte Verkehrsteilnehmer stellen mittlerweile mehr als die Hälfte aller Verkehrsverletzten in Bielefeld. 2025 machten sie 51,3 % der Fälle aus – ein Anstieg um 7,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche, bei denen junge Radfahrer überproportional häufig verunglücken. Gleichzeitig haben sich E-Scooter-Unfälle um 82,35 % erhöht, vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen.

Bei den Kontrollen liegt der Fokus auf der Einhaltung zentraler Verkehrsregeln: Dazu gehören das Einhalten von Sicherheitsabständen, korrekte Abbiegevorgänge sowie die technische Verkehrssicherheit von Fahrrädern und Scootern. Zudem wird die Polizei gegen Verstöße wie Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss oder das Missachten von Verkehrszeichen vorgehen.

Die Kampagne lenkt die Aufmerksamkeit auf ein grundlegendes Problem: Viele Autofahrer nehmen Radfahrer und Scooter-Fahrer zu spät oder gar nicht wahr, was zu schweren Zusammenstößen führt. Aufklärungsmaßnahmen richten sich daher sowohl an Kraftfahrer als auch an Zweiradnutzer, um sie für tote Winkel zu sensibilisieren und rechtzeitiges Reagieren zu trainieren. Die Behörden betonen, dass gegenseitige Aufmerksamkeit entscheidend ist, um Unfälle zu vermeiden.

Langfristig verfolgt Bielefeld das Ziel der "Vision Zero" – einer Strategie, die Verkehrsopfer und schwere Verletzungen vollständig vermeiden soll. Durch bessere Sichtbarkeit und konsequente Regelüberwachung hofft die Polizei, die Straßen für alle sicherer zu gestalten.

Die verstärkten Kontrollen finden bis auf Weiteres täglich statt, mit besonderem Augenmerk auf Gefahrenzonen. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, wachsam zu bleiben, Ablenkungen zu vermeiden und sich an die Verkehrsregeln zu halten. Bei Erfolg könnte die Kampagne als Vorbild für andere Städte mit ähnlichen Sicherheitsherausforderungen dienen.

Quelle