Bundespolizei droht Ausfall der Körperkameras – Hersteller stellt Support ein
Antonio SchleichBundespolizei droht Ausfall der Körperkameras – Hersteller stellt Support ein
Die deutsche Bundespolizei könnte bald ohne funktionierende Körperkameras dastehen. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung für die bestehenden Modelle einzustellen – damit würden Beamte ohne unverzichtbare Ausrüstung zurückbleiben. Die Geräte sind entscheidend, um Beweismaterial in aggressiven Situationen und bei Straftaten aufzuzeichnen.
Die Polizei hatte 5 Millionen Euro für 2.500 neue Körperkameras bewilligt, mit einer Option auf weitere 1.500 Stück. Die Ausschreibung enthielt jedoch zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus, was die Attraktivität für Lieferanten minderte. In der Folge scheiterte das Beschaffungsverfahren – es wurden keine neuen Geräte angeschafft.
Nun hoffen die Behörden, dass der aktuelle Hersteller die Unterstützung zumindest vorübergehend verlängert, notfalls gegen Aufpreis. Einige Kameramodelle sind gut mit den Tasern der Polizei kompatibel, doch ohne Updates könnten sie unbrauchbar werden. Die Kameras haben zudem dazu beigetragen, Konflikte zu entschärfen, insbesondere in stark frequentierten Bahnhöfen.
Ohne einen neuen Lieferanten droht den Beamten 2023 ein Mangel an einsatzfähigen Körperkameras. Das Bundesinnenministerium steht unter Druck, schnell eine Lösung zu finden. Das gescheiterte Ausschreibungsverfahren und die bevorstehende Einstellung der Unterstützung machen rasches Handeln unerlässlich.
