Christian von Stetten: Der unangepasste CDU-Rebell mit klarem Kurs
Christian Freiherr von Stetten ist seit 2002 direkt gewählter CDU-Abgeordneter im Bundestag. Der gelernte Kaufmann und Betriebswirt vertritt den Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe, in dem er tief verwurzelt ist. Mit seinen jüngsten politischen Stellungnahmen hat er erneut Aufmerksamkeit erregt.
Von Stetten entstammt einer politischen Familie: Er ist der Sohn des ehemaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang von Stetten und trägt zudem den Titel eines Schlossherrn von Burg Stetten, einer historischen Festung im Hohenlohekreis in Nordostwürttemberg. Über die Jahre hinweg hat er Angela Merkels Aufstieg, ihren Rückzug und die nachfolgenden Regierungen mitverfolgt – darunter auch die aktuelle unter Friedrich Merz.
Als prominente Stimme des wirtschaftsliberalen Flügels der CDU/CSU vertritt er oft klare, mitunter auch kontroverse Positionen. Er leitete die Parlamentariergruppe Mittelstand, die größte Fraktionsvereinigung der Union. Als überzeugter „Merz-Mann“ lehnte er Steuererhöhungen ab, setzte sich für Entlastungen der Wirtschaft ein und bestand auf eine strikte Einhaltung der Schuldenbremse.
Bei der Bundestagswahl 2025 holte von Stetten in seinem Wahlkreis 36 Prozent der Stimmen – vor der AfD mit 24 Prozent und der SPD mit 14,9 Prozent. Anschließend veröffentlichte er ein kritisches Papier zur Koalition mit der SPD, in dem er betonte, dass die Kompromissbereitschaft der Union klare Grenzen habe. Zudem sagte er der Merz-Regierung eine frühe Abwahl voraus und erklärte unmissverständlich: „Nicht vier Jahre – ganz bestimmt nicht.“
Von Stetten bleibt eine einflussreiche und wortgewaltige Stimme in der CDU. Seine wirtschaftspolitischen Standpunkte und pointierten Kommentare prägen weiterhin die innerparteilichen Debatten. Sein jüngster Wahlsieg und seine anhaltende Kritik unterstreichen seine anhaltende Bedeutung in der deutschen Politik.






