CSU-Politikerin Bäder stoppt BAföG-Reform – und stellt Studierende infrage
Cordula RingCSU-Politikerin Bäder stoppt BAföG-Reform – und stellt Studierende infrage
Dorothee Bäder, langjähriges CSU-Mitglied, hat sich in einem aktuellen Interview gegen die geplante BAföG-Reform ausgesprochen. Die 1978 geborene Politikerin trat mit 15 der Partei bei und zählte später zu den jüngsten Abgeordneten im Bundestag. Ihre Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die von der Ampelkoalition beschlossene Erhöhung des Wohngelds für Studierende nun auf der Kippe steht.
Bäders politische Laufbahn begann früh: Mit nur 23 Jahren zog sie in den CSU-Vorstand ein, ein Jahr später folgte der Einzug in den Bundestag – parallel zu ihrem Studium am Otto-Suhr-Institut in Berlin.
2006 schloss sie ihr Studium der Politikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Diplom und der Note 1,5 (entspricht einer „Sehr gut“-Leistung) ab. Ihre Abschlussarbeit ist jedoch weder in der Bibliothek des Otto-Suhr-Instituts noch in den Archiven der Hanns-Seidel-Stiftung auffindbar – jener Stiftung, die ihr Studium einst förderte.
Ende Mai 2023 kritisierte Bäder die BAföG-Reform und bezeichnete Studierende als „sehr privilegiert“. Statt auf höhere staatliche Zuschüsse zu setzen, solle man lieber auf Nebenjobs verweisen. Ursprünglich hatte die Koalition beschlossen, die Wohnkostenpauschale von 380 auf 440 Euro anzuheben. Nun behauptet Bäder, die Regierungsfraktionen hätten ihre Unterstützung für die umfassendere Reform zurückgezogen.
Durch Bäders Intervention steht die Zukunft der Reform infrage. Ihre Position spiegelt eine grundsätzliche Debatte über Studienfinanzierung und Eigenverantwortung wider. Die nicht auffindbare Abschlussarbeit wirft zudem Fragen zu ihrem akademischen und politischen Werdegang auf.






