07 June 2026, 02:18

DGB fordert betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer als Pflichtmodell

Rentenreform: DGB-Chefin Fahimi fordert verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer mit Arbeitgeberzuschuss

DGB fordert betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer als Pflichtmodell

DGB drängt auf verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) setzt sich für eine gesetzlich verankerte betriebliche Altersvorsorge für alle Beschäftigten ein. Derzeit verfügen rund 20 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland über keine solche Absicherung – oft, weil ihre Arbeitgeber nicht an Tarifverträge gebunden sind. DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi hat nun Pläne vorgelegt, dies durch kollektive Verhandlungen zu ändern.

Fahimi schlägt vor, dass die betriebliche Altersvorsorge als Zusatzleistung gestaltet und zumindest teilweise von den Arbeitgebern finanziert werden soll. Sie betont, dass die Beschäftigten die finanzielle Last nicht allein tragen sollten. Der DGB ist bereit, diese Bedingungen für alle Arbeitnehmer zu verhandeln – auch für Beschäftigte in nicht tarifgebundenen Unternehmen unter vereinfachten Voraussetzungen.

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Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund, dass Deutschland im europäischen Vergleich hinterherhinkt: In vielen Nachbarländern liegen die verpflichtenden Renteneinzahlungen oft bei über 20 Prozent – wobei Arbeitgeber in der Regel mehr zahlen als die Beschäftigten. Fahimi räumt ein, dass der Vorschlag auf Widerstand stoßen könnte, etwa wegen der wirtschaftlichen Belastung für Unternehmen. Dennoch hält sie das Modell für fair, insbesondere im Vergleich zu den höheren Abgaben in anderen europäischen Ländern.

Konkrete Details zum geplanten Pflichtsystem der betrieblichen Altersvorsorge sollen bis Ende des Monats vorgestellt werden. Ziel des DGB ist es, eine breitere Absicherung zu erreichen – vor allem für Arbeitnehmer, die bisher von bestehenden Vorsorgemodellen ausgeschlossen sind.

Sollte der Plan umgesetzt werden, würde dies Millionen Beschäftigten erstmals eine betriebliche Altersvorsorge ermöglichen. Die Kosten würden zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geteilt, was die finanzielle Belastung für die Beschäftigten verringert. Mit der Initiative will der DGB Deutschland an europäische Standards angleichen und gleichzeitig langjährige Lücken in der Altersversorgung schließen.

Quelle