07 June 2026, 14:17

Düstere Mythen: Was steckt wirklich hinter "Der Muffin-Mann" und "Humpty Dumpty"?

Ein Serienkiller, Die Beulenpest und Menschenopfer: Die Gruselige Hintergrundgeschichten von Sieben Kinderreimen

Düstere Mythen: Was steckt wirklich hinter "Der Muffin-Mann" und "Humpty Dumpty"?

Zwei bekannte Kinderreime geben seit langem Anlass zu Diskussionen über ihre Herkunft. „Der Muffin-Mann“ und „Humpty Dumpty“ werden oft mit düsteren historischen Theorien in Verbindung gebracht. Doch viele dieser Behauptungen sind unbewiesen oder übertrieben.

Die Melodie von „Der Muffin-Mann“ tauchte erstmals 1820 in schriftlicher Form auf. Wahrscheinlich bezieht sie sich auf Straßenhändler, die im 19. Jahrhundert Muffins an Londoner verkauften. Damals war es in belebten Städten üblich, Essen von mobilen Verkäufern zu erwerben.

Eine hartnäckige Online-Theorie behauptet, der Reim handele von Frederick Thomas Lynwood, einem angeblichen Serienmörder. Doch es gibt keine historischen Belege für diese These. Die Idee bleibt spekulativ und wird von Historikern weitgehend abgelehnt.

Die Ursprünge von „Humpty Dumpty“ sind ebenso unklar. Manche glauben, der Reim beschreibe den Tod von König Richard III. in der Schlacht von Bosworth 1485. Andere argumentieren, er beziehe sich auf eine große Kanone aus dem Englischen Bürgerkrieg, die beim Abfeuern zerbarst. Eine dritte Theorie deutet den Reim als Spott über öffentliche Trunkenheit – „Humpty Dumpty“ stehe demnach für eine Person, die zu betrunken ist, um noch stehen zu können.

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Keiner der beiden Reime hat eine bestätigte düstere Herkunft. „Der Muffin-Mann“ spiegelt vermutlich den Alltag im London des 19. Jahrhunderts wider, während „Humpty Dumpty“ mit mehreren unbewiesenen Geschichten verknüpft bleibt. Ohne stichhaltige Beweise bleiben diese Theorien eher im Reich der Folklore als der Fakten.

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