Emmendingen führt neue Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab Mai 2026 ein
Antonio SchleichEmmendingen führt neue Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab Mai 2026 ein
Emmendingens Stadtrat stimmt am 28. April 2026 über neue Gebühren für Obdachlosenunterkünfte ab
Die aktualisierten Sätze, die ab dem 1. Mai 2026 gelten sollen, decken sämtliche wohnungsbezogene Kosten ab – ohne Gewinnerzielungsabsicht. Die Unterkünfte werden von der Stadt als vorübergehende Lösung angeboten, während die Bewohner in einem angespannten Mietmarkt nach langfristigem Wohnraum suchen.
Die geplanten Gebühren variieren je nach Standort. In der Unterkunft "Am Sportfeld" zahlen Mieter künftig 22 Euro pro Quadratmeter im Monat. In der nahegelegenen Einrichtung "Hebelstraße 1" fallen mit 22,50 Euro pro Quadratmeter leicht höhere Kosten an. Die größte Unterkunft an der Bundesstraße erhebt stattdessen eine Pauschale von etwa 439 Euro pro Person und Monat.
Die neuen Sätze sollen eine kostendeckende Finanzierung sicherstellen. Sie umfassen Miete, Nebenkosten, Wasser, Abfallentsorgung, Instandhaltung sowie die Ausstattung. Trotz dieser Unterstützung bleibt der Wiedereinstieg in den regulären Wohnungsmarkt schwierig – bedingt durch die wettbewerbsintensiven Mietverhältnisse in Emmendingen.
Stadtplaner betonen, dass die Unterkünfte lediglich eine Übergangslösung darstellen. Das eigentliche Ziel sei es, den Bewohnern möglichst schnell den Umzug in dauerhaften Wohnraum zu ermöglichen.
Falls der Beschluss angenommen wird, treten die Gebührenänderungen am 1. Mai 2026 in Kraft. Die angepassten Preise decken dann alle Betriebskosten ab und halten die Einrichtungen wirtschaftlich tragfähig. Die Bewohner erhalten weiterhin Unterstützung bei der Suche nach langfristigem Wohnraum in einem herausfordernden Marktumfeld.






