Flexo-Bus in Niedersachsen: Droht Salzgitter 2026 das Aus für den On-Demand-Service?
Cordula RingFlexo-Bus in Niedersachsen: Droht Salzgitter 2026 das Aus für den On-Demand-Service?
Die Zukunft des On-Demand-Busdienstes Flexo in Teilen Niedersachsens steht auf der Kippe. Bisher durch Landesmittel gefördert, ist das Angebot nach 2026 ungewiss – dann müssen die Kommunen die Finanzierung übernehmen. Während einige Regionen bereits langfristige Verträge gesichert haben, droht anderen, wie Salzgitter, der vollständige Verlust des Services, falls nicht bald gehandelt wird.
Flexo wurde mit Unterstützung des Regionalverbands Braunschweig ins Leben gerufen, der seit dem Start die Hälfte der Kosten trägt. Diese Förderung läuft jedoch Ende 2026 aus, sodass die Last künftig auf den einzelnen Gemeinden lastet. Während der Landkreis Gifhorn und Baddeckenstedt Verträge bis 2033 bzw. 2031 abgeschlossen haben, endet der Betrieb in Salzgitter Ende 2026 – sofern die lokale Politik nicht einschreitet.
Die Entscheidung liegt nun bei den Politiker:innen, die noch in diesem Jahr neue Mittel bewilligen müssen. Ohne diese könnten die Linien nach Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Umgebung eingestellt werden. Die drohende Streichung hat eine Bürgerinitiative ins Rollen gebracht, an deren Spitze vor allem Studierende stehen, die sich für den Erhalt der Busse einsetzen.
Die 19-jährige Schülerin Ece Hickorkmaz, die für ihre Berufsausbildung auf Flexo angewiesen ist, hat bereits Unterstützung mobilisiert. Gemeinsam mit Mitstreiter:innen kontaktierte sie den Betriebsrat der KVG, verteilte Flyer und sprach mit lokalen Verantwortlichen. Esila Isbir startete zudem eine Online-Petition, die bis Sonntag bereits 460 Unterschriften sammelte. Ihr Ziel: die Behörden zum Handeln drängen, bevor es zu spät ist.
Falls keine Einigung erzielt wird, endet der Flexo-Betrieb in Salzgitter nach 2026. Ob die Linien erhalten bleiben, hängt nun von anstehenden Ratsbeschlüssen und der Frage ab, ob der öffentliche Druck zu einer Finanzierungslösung führt. Bis dahin fährt der Service weiter – doch seine langfristige Zukunft ist alles andere als gesichert.






