Frasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will 2026 übernehmen
Nadeschda HolzapfelFrasers Group bietet 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss – und will 2026 übernehmen
Die Frasers Group hat ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,7 Milliarden Pfund für Hugo Boss abgegeben. Das Angebot bewertet die deutsche Modemarke mit 38 Euro pro Aktie für die 74 Prozent, die Frasers derzeit nicht besitzt. Hugo Boss ist bekannt für seine hochwertige Herren- und Damenmode, Schuhe und Accessoires.
Frasers hält bereits einen Anteil an Hugo Boss und betrachtet die Marke als eine der fünf wichtigsten in seinem Portfolio. Das Unternehmen ist seit Langem in das Unternehmen investiert. Nach den deutschen Übernahmebestimmungen muss Frasers ein Pflichtangebot für alle Aktien abgeben, sobald sein Anteil 30 Prozent erreicht.
Die Offerte steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen; der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Zur Finanzierung des Angebots hat Frasers mit mehreren Banken eine Übernahmekreditvereinbarung für eine dedizierte Kreditlinie getroffen.
CEO Michael Murray nahm aufgrund seiner Position im Aufsichtsrat von Hugo Boss nicht an den Beratungen des Vorstands über das Angebot teil. Trotz des Übernahmeversuchs betonte Frasers seine weiterhin Unterstützung für den Aufsichtsratsvorsitzenden von Hugo Boss, Stephan Sturm, sowie für den Vorstandsvorsitzenden Daniel Grieder.
Ende 2025 verzeichnete Hugo Boss ein Bruttovermögen von 3,7 Milliarden Euro, ein Nettovermögen von 1,6 Milliarden Euro, Umsatzerlöse von 4,3 Milliarden Euro und ein EBITDA von 782 Millionen Euro. Das Angebot wird erst nach Erhalt der notwendigen Freigaben umgesetzt. Frasers strebt an, die Transaktion in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 abzuschließen.






