GHD verkauft Logistiktochter Sangro und kehrt zum Pflegebereich zurück
Wenzel WeinholdGHD verkauft Logistiktochter Sangro und kehrt zum Pflegebereich zurück
GHD GesundHeits GmbH Deutschland verkauft Logistiktochter Sangro an Beteiligungsgesellschaft Axcel
Mit dem Verkauf ihrer Logistiktochter Sangro an die Private-Equity-Gesellschaft Axcel vollzieht die GHD GesundHeits GmbH Deutschland einen bedeutenden Strategiewechsel. Das Unternehmen konzentriert sich damit nach Jahren der Expansion wieder auf sein Kerngeschäft im Bereich der ambulanten Pflege. Der Verkauf ist Teil eines umfassenden Plans, die Unternehmensstruktur zu verschlanken und zur ursprünglichen Ausrichtung zurückzukehren.
Die 1992 gegründete GHD befindet sich seit 2014 im Besitz des schwedischen Investors Nordic Capital. Im Laufe der Zeit weitete das Unternehmen seine Aktivitäten über die ambulante Pflege hinaus auf Großhandel, Logistik und weitere Gesundheitsdienstleistungen aus. 2024 erzielte der Pflegebereich einen Umsatz von 218 Millionen Euro, während Großhandel und Logistik zusammen 263 Millionen Euro einbrachten – fast die Hälfte des Gesamtumsatzes von 546 Millionen Euro.
Die in Erkrath ansässige Logistiksparte war lange der am stärksten wachsende Unternehmensbereich. Doch nun strafft GHD seine Geschäfte durch den Verkauf nicht zum Kerngeschäft gehörender Bereiche. Zu den früheren Transaktionen zählten der Verkauf der Berliner Tochter OTB, eines Gesundheitszentrums in Lindlar sowie des Sterilisationsgeschäfts an Zytoservice. Der Verkauf von Sangro ist der jüngste Schritt in dieser Strategie.
Ein mehrjähriger Beschaffungs- und Kooperationsvertrag sichert die weitere Zusammenarbeit zwischen GHD und Sangro. Dadurch bleibt die Kontinuität gewahrt, während sich GHD voll auf die ambulante Pflege konzentrieren kann.
Mit dem Verkauf von Sangro entfällt zwar fast die Hälfte des GHD-Umsatzes, doch der Schritt entspricht der langfristigen Ausrichtung des Unternehmens. Künftig wird GHD mit einer schlankeren Struktur ausschließlich im Pflegebereich tätig sein. Dieser strategische Kurswechsel folgt auf Jahre der Diversifizierung und jüngste Veräußerungen nicht zum Kerngeschäft zählender Bereiche.






