Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus und schafft Raum für Forschung und Produktion
Antonio SchleichHalle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus und schafft Raum für Forschung und Produktion
Die Stadtverwaltung von Halle (Saale) aktualisiert den Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus. Die Änderungen sollen dessen Wettbewerbsfähigkeit stärken und künftige Erweiterungen ermöglichen. Der ursprüngliche Plan aus dem Jahr 1998 entspricht nicht mehr den aktuellen Bau-, Planungs- und Emissionsvorschriften.
Die Überarbeitungen betreffen zwei benachbarte Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 26,2 Hektar. Diese sollen künftig Produktions- und Vertriebsaktivitäten im Zusammenhang mit Forschung zulassen. Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das einst für eine größere Siedlung vorgesehen war, wird nun umgewidmet und neu vermarktet.
Umweltgutachten zeigen, dass die Auswirkungen gering bis vernachlässigbar sein werden. Es gibt keine Zunahme der Bodenversiegelung, und bestehende Grünflächen bleiben geschützt. Zudem sind strategische Lärmschutzmaßnahmen vorgesehen, die für jedes Grundstück gesetzliche Lärmgrenzwerte festlegen.
Der Entwurf sieht eine maximale Bauhöhe von 25 Metern vor, um den Charakter des Gebiets zu bewahren. 2018 hatte der Stadtrat einen Antrag für einen 1.900 Quadratmeter großen Einzelhandelsgroßmarkt auf dem Campus abgelehnt. Das Änderungsverfahren selbst belastet den städtischen Haushalt nicht und soll durch Grundstücksverkäufe sogar Einnahmen generieren.
Der Stadtrat wird am 24. Juni 2026 über die Entwürfe abstimmen. Der aktualisierte Bebauungsplan ermöglicht dem Technologiepark eine Expansion unter Einhaltung moderner Standards. Er sichert eine kontrollierte Entwicklung mit klaren Lärm- und Höhenbegrenzungen. Die Entscheidung des Rates im Juni wird die Änderungen endgültig besiegeln.






