Hessens Autoindustrie 2025: E-Auto-Boom trifft auf sinkende Umsätze und Gewinne
Wenzel WeinholdHessens Autoindustrie 2025: E-Auto-Boom trifft auf sinkende Umsätze und Gewinne
Hessens Automobilindustrie verzeichnete 2025 gemischte Ergebnisse. Während der Absatz von Elektrofahrzeugen deutlich stieg, sanken die Gesamtumsätze und Gewinnmargen. Gleichzeitig gab es Verschiebungen bei Ausbildungsplätzen, Autopreisen und Wartungskosten.
Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Hessen wuchs im vergangenen Jahr deutlich. Die Verkäufe von rein batteriebetriebenen Autos stiegen um 47,6 %, während Plug-in-Hybride ein Plus von 35,6 % verzeichneten. Dennoch gingen die Neuzulassungen von Pkw insgesamt um 4 % zurück und lagen bei 322.461 Fahrzeugen.
Die finanzielle Lage der Branche verschlechterte sich leicht. Der Umsatz sank auf 29,1 Milliarden Euro und lag damit unter dem Vorjahreswert. Auch die Gewinnmargen schrumpften von 1,6 % auf 1,1 %.
Bei den Ausbildungsverträgen zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Die Zahl der neuen Verträge für Kfz-Mechatroniker stieg leicht auf 1.842. Dagegen gingen kaufmännische Ausbildungsplätze um 10,4 % zurück.
Autobesitz wurde 2025 teurer. Der Durchschnittspreis für ein Neufahrzeug kletterte auf 44.780 Euro. Auch die Wartungskosten stiegen: Private Kunden gaben im Schnitt 604 Euro für Verschleißreparaturen aus, während die durchschnittliche Werkstattrechnung 542 Euro betrug. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ging die Zahl der Halterwechsel leicht zurück.
Die Zahlen zeigen eine Branche im Wandel. Das Wachstum bei Elektrofahrzeugen steht im Kontrast zu rückläufigen Gesamtverkäufen und schrumpfenden Gewinnen. Steigende Kosten für Käufer und uneinheitliche Ausbildungszahlen prägen die sich verändernde Landschaft der hessischen Automobilindustrie.






