Hundebesitzer schlägt Schaffner nach Maulkorb-Streit im Regionalexpress
Wenzel WeinholdHundebesitzer schlägt Schaffner nach Maulkorb-Streit im Regionalexpress
Gewalttätige Auseinandersetzung in Regionalexpress bei Stuttgart: Hundebesitzer greift Schaffner an
Auf einem Regionalexpress in der Nähe von Stuttgart ist es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung gekommen, nachdem ein Hundebesitzer einen Zugbegleiter angegriffen hatte. Der Streit begann, als der Bahnmitarbeiter den Mann auf die vorgeschriebene Maulkorbpflicht für Hunde im öffentlichen Nahverkehr hinwies. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen des Vorfalls.
Die Auseinandersetzung ereignete sich am Bahnhof Plochingen im Landkreis Esslingen. Ein Schaffner sprach einen Fahrgast an, der mit einem Pitbull unterwegs war, und wies ihn auf die Pflicht hin, Hunde in Zügen an der Schnauze zu sichern. Daraufhin beschimpfte der Besitzer den Mitarbeiter, bevor die Situation weiter eskalierte.
Der Verdächtige, der als etwa 1,90 Meter groß, kräftig gebaut, mit kurzen Haaren und vollem Bart beschrieben wird, schlug dem Zugbegleiter schließlich auf die Hand. Noch bevor die Behörden eingreifen konnten, floh er mit seinem Hund vom Tatort – seine Fluchtrichtung ist unbekannt.
Nach deutschem Recht kann das Unterlassen eines Maulkorbs für Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln zu Verwarnungen, Bußgeldern oder in schweren Fällen sogar zur Beschlagnahmung des Tieres führen. Die Regelungen variieren je nach Bundesland: In einigen, darunter Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen, gilt für bestimmte Rassen oder als aggressiv bekannte Hunde eine generelle Maulkorbpflicht. Verstöße können zudem zivilrechtliche Haftung für verursachte Verletzungen nach sich ziehen.
Die Bundespolizei hat wegen des Angriffs Ermittlungen eingeleitet. Der Täter ist weiterhin auf freiem Fuß, während der verletzte Schaffner nach dem Vorfall Unterstützung erhält. Die Behörden rufen Zeugen auf, sich mit Hinweisen zu melden, die zur Identifizierung des Mannes beitragen könnten.






