24 April 2026, 16:22

Ilse Aigner als Bundespräsidentin? Söders überraschender Vorschlag spaltet die Union

Cartoon-Illustration eines Mannes mit Zylinder und einer Frau in einem Kleid mit einer Wand, einem Fenster, einem Eimer und anderen Gegenständen im Hintergrund, mit Text unten, der lautet: "F. J. Singer, der erste deutsche Politiker, der in den Kongress gewählt wurde."

Ilse Aigner als Bundespräsidentin? Söders überraschender Vorschlag spaltet die Union

Die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner gilt als mögliche Kandidatin für das Amt der nächsten deutschen Bundespräsidentin. Markus Söder, Vorsitzender der CSU, brachte sie als starke Anwärterin ins Spiel. Ihr Name hat nun innerhalb von CDU und CSU Diskussionen über die künftige Führung im Schloss Bellevue ausgelöst.

Söders Vorschlag überraschte die CDU-Führung. Die Partei hatte nicht damit gerechnet, dass München mit Aigner, einer ehemaligen Bundesagrarministerin, so früh im Prozess eine Kandidatin benennen würde. Dennoch stößt ihr mögliches Antreten schnell auf Unterstützung aus den eigenen Reihen.

Sepp Müller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Unionsfraktion, bezeichnete Aigner als integrative und bürgernahe Persönlichkeit. Er sprach sich offen für Söders Initiative aus und nannte sie eine passende Besetzung für das Präsidentenamt. Auch Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion, begrüßte jeden fundierten Vorschlag für das Amt.

In der CDU werden unterdessen weitere Namen gehandelt. Familienministerin Karin Prien und die ehemalige Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer gelten ebenfalls als ambitionierte Anwärterinnen. Philipp Amthor, Vertreter der CDU-Mitglieder, betonte zwar die Bedeutung einer Frau im Schloss Bellevue, verwies aber darauf, dass noch mehrere starke Kandidaten im Gespräch seien.

CDU und CSU wollen im Laufe des Sommers eine gemeinsame Personalempfehlung vorlegen. Bis dahin wird die Debatte über Aigners mögliche Kandidatur – und andere Bewerber – weitergehen. Ihr Name ist nun fest im Gespräch, während die Unionsparteien ihre Entscheidung vorbereiten. Die finale Empfehlung wird maßgeblich prägen, wer im kommenden Jahr das Amt des Bundespräsidenten übernimmt. Bis dahin wägen beide Parteien ihre Optionen ab, bevor eine offizielle Bekanntgabe erfolgt.

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