Lichtbogen trifft zwei Arbeiter im Bahnhof Böbingen lebensgefährlich
Wenzel WeinholdLichtbogen trifft zwei Arbeiter im Bahnhof Böbingen lebensgefährlich
Schwerer Unfall im Bahnhof Böbingen: Zwei Arbeiter durch Lichtbogen lebensgefährlich verletzt
Am 22. Mai 2025 erlitten zwei Arbeiter bei einem schweren Unfall im Bahnhof Böbingen lebensbedrohliche Verletzungen. Die Männer wurden von einem elektrischen Lichtbogen getroffen, während sie in der Nähe einer Hochspannungs-Oberleitung Entwässerungsarbeiten durchführten. Rettungskräfte eilten nach einem Notruf des Fahrdienstleiters zum Einsatzort.
Der Vorfall ereignete sich gegen 14:20 Uhr in der Nähe von Gleis 3. Die beiden Männer im Alter von 20 und 26 Jahren hielten eine Messlatte, die sich gefährlich nah an eine 15.000-Volt-Oberleitung näherte. Die Spannung löste einen Lichtbogen aus, der bei beiden Arbeitern schwere Verletzungen verursachte.
Oberleitungen auf Bahnstrecken führen extrem hohe Spannungen und bergen selbst ohne direkten Kontakt tödliche Risiken. Beide Verletzte wurden per Hubschrauber in Krankenhäuser geflogen und dort notfallmedizinisch versorgt.
Dies ist erst der zweite bekannte Fall schwerer Verletzungen durch Berührung von Oberleitungen der Deutschen Bahn in den vergangenen fünf Jahren. Der vorherige Vorfall ereignete sich am 5. März 2026 in Hamburg, wo ein 16-Jähriger nach dem Klettern auf einen Zug einen schweren Stromschlag erlitt.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen, unter anderem wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung.
Behörden warnen weiterhin eindringlich vor den extremen Gefahren eines unbefugten Aufenthalts in der Nähe von Bahnanlagen. Die Untersuchungen sollen klären, wie es zu der Annäherung der Arbeiter an die Hochspannungsleitung kommen konnte. Beide Männer schweben weiterhin in Lebensgefahr.






