Logistikverbände fordern Soforthilfe gegen explodierende Dieselpreise und drohende Lieferengpässe
Nadeschda HolzapfelLogistikverbände fordern Soforthilfe gegen explodierende Dieselpreise und drohende Lieferengpässe
Vier große deutsche Logistikverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, schnell gegen die stark steigenden Spritkosten vorzugehen. Die Verbände warnen, dass die explodierenden Dieselpreise die Unternehmen extrem unter Druck setzen und die Lieferketten gefährden. Sie fordern kurzfristige Entlastungen, um eine weitere Belastung der Branche zu verhindern.
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BPEX), der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) sowie der Bundesverband Contract-Logistik (BWVL) haben gemeinsam sofortige Maßnahmen angemahnt. Im Mittelpunkt ihrer Forderung steht eine vorübergehende Bremse für die Spritkosten statt langfristiger Finanzhilfen.
Die Verbände betonen, dass die aktuellen Dieselpreise in Deutschland die Logistikunternehmen stärker belasten als in anderen europäischen Ländern. Die Firmen kämpfen damit, die stark gestiegenen Energiekosten zu stemmen und gleichzeitig die Lieferketten stabil zu halten. Ohne staatliches Eingreifen drohten, so ihre Warnung, der gesamten Wirtschaft und der öffentlichen Versorgung Engpässe.
Jede Entlastung, so ihr Argument, solle aus den Mehreinnahmen des Staates durch die höheren Energiepreise finanziert werden – insbesondere durch Steuern und die CO₂-Bepreisung. Der Staat dürfe nicht auf Kosten der Unternehmen und Steuerzahler von der Krise profitieren.
Die Logistikbranche spielt eine zentrale Rolle für stabile Lieferketten – sowohl für die Wirtschaft als auch für die öffentliche Versorgung. Ohne gezielte, kurzfristige Unterstützung droht der Sektor durch die nicht mehr tragbaren Spritkosten weiter ins Ungleichgewicht zu geraten. Die Verbände haben klar gemacht: Es braucht jetzt sofortiges Handeln, um langfristige Schäden abzuwenden.






