Modulare Robotik und Mikroroboter boomen bis 2033 mit Milliardenumsätzen
Nadeschda HolzapfelModulare Robotik und Mikroroboter boomen bis 2033 mit Milliardenumsätzen
Die modularen und Mikrorobotik-Branchen stehen vor einem rasanten Wachstum in den nächsten sieben Jahren. Prognosen zufolge wird der Markt für modulare Robotik von etwa 5 bis 7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 20 bis 30 Milliarden US-Dollar bis 2033 anwachsen. Gleichzeitig soll der Mikrorobotik-Sektor bis 2033 ein Volumen von 6,8 Milliarden Euro erreichen – angetrieben vor allem durch Schlüsselbranchen wie Automobilindustrie, Gesundheitswesen und Elektronik, die leichtere und intelligentere Systeme nachfragen.
Neue Finanzierungsrunden beschleunigen die Innovationen in diesem Bereich. Das Unternehmen KEWAZO sicherte sich kürzlich Investitionen für seinen modularen LIFTBOT, während das Start-up Xynova eine Pre-Series-A-Runde abschloss, um die Produktion seiner robotischen Hand Xynova Flex 1 hochzufahren – ein 380 Gramm leichtes Gerät, das über 30 Kilogramm heben kann. Das Unternehmen plant, in den kommenden Monaten den Xynova Flex 2 auf den Markt zu bringen und gleichzeitig seine transatlantischen Innovationszentren weiter auszubauen.
Auch Norck Robotics expandiert und eröffnet neue Standorte in Mannheim und Irvine, Kalifornien. Das Unternehmen spezialisiert sich auf Hochdrehmoment-Motoren, Präzisionsaktuatoren und Kohlefaser-Greifsysteme und strebt an, die technologischen Fortschritte des Silicon Valley mit den Industrie-4.0-Standards Deutschlands zu verbinden. Ziel ist es, Engpässe in der Lieferkette zu vermeiden, da die Nachfrage nach leichten, hochleistungsfähigen Robotiklösungen steigt.
Große Player setzen ebenfalls ambitionierte Schritte. Tesla kündigte für 2026 Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Euro an, darunter die Eigenproduktion von 2-Nanometer-Chips. Dieser Vorstoß in Richtung vertikaler Integration – von KI-"Gehirnen" bis zu Kohlefaser-"Gliedmaßen" – spiegelt einen breiteren Trend wider. Unternehmen wie BMW und Xiaomi integrieren bereits humanoide Roboter in ihre Produktionslinien und setzen dabei auf reduziertes Gewicht für bessere Beweglichkeit und thermische Effizienz.
Auf der Hardware-Seite hat Winchester Interconnect das Modulus™-Steckverbindersystem vorgestellt, das speziell für Drohnen und Satelliten entwickelt wurde. Es kombiniert Single-Pair-Ethernet mit konfigurierbaren Strommodulen in einem kompakten, robusten Gehäuse. Solche Innovationen zeigen, wie sich die modulare Robotik weiterentwickelt, um den Anforderungen moderner Fertigung und Logistik gerecht zu werden.
Der Markt für modulare Robotik soll sich von 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf 6,3 Milliarden Euro bis 2033 verdreifachen. Treiber dieses Wachstums sind der Fachkräftemangel in Logistik und Gesundheitswesen sowie die Nachfrage nach intelligenteren, leichteren Materialien. Mit großen Investitionen von Tesla, neuen Produktstarts und der Expansion von Produktionsstandorten steht die Branche vor einem tiefgreifenden Wandel in den kommenden Jahren.






