10 June 2026, 02:14

Netze BW testet intelligente Ladelösungen für große E-Lkw-Flotten bis 2026

Netze BW startet reales Labor f"ur netzfreundliches E-Lkw-Laden

Netze BW testet intelligente Ladelösungen für große E-Lkw-Flotten bis 2026

Netze BW startet Innovationsprojekt zur Integration großer E-Lkw-Flotten ins Stromnetz

Die Netze BW hat ein Innovationsprojekt gestartet, um zu erproben, wie große Flotten von Elektro-Lkw reibungslos in das Stromnetz eingebunden werden können. Das unter dem Namen FlexCharge BW – NETZlabor E-Lkw laufende Vorhaben umfasst zwei Logistikunternehmen in Baden-Württemberg und läuft bis Dezember 2026. Bereits jetzt finden Praxistests mit 40 Elektro-Lkw und 20 Schnellladestationen statt.

Am Projekt beteiligen sich die Spedition Stickel Transport und Logistik Schmitt, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte bei der netzverträglichen Ladung setzen. Stickel Transport kombiniert dynamische Tarife mit einer netzreaktiven Steuerung der Ladevorgänge, bei der Leistung und Zeitpunkte an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Logistik Schmitt hingegen koordiniert die Ladung über mehrere Standorte hinweg, um die Nachfrage auszugleichen.

Die dynamischen Ladepläne werden auf Basis von Echtzeitdaten des Netzbetreibers entwickelt. Das System soll Überlastungen vermeiden, indem es sich flexibel an die schwankende Netzkapazität anpasst. Neben den praktischen Tests werden Simulationen und Datenanalysen durchgeführt, um die Skalierbarkeit zu bewerten und die Erkenntnisse auf andere Regionen zu übertragen.

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Neben den Ladekonzepten untersucht das Projekt auch Möglichkeiten, um den Netzanschluss von gewerblichen E-Fahrzeugen zu beschleunigen. Ziel ist es, die Auswirkungen der Einbindung schwerer E-Lkw-Flotten an neuralgischen Netzknoten auf die Gesamtstabilität des Netzes zu verstehen.

Das Vorhaben soll konkrete Erkenntnisse liefern, wie große Elektro-Lkw-Flotten ohne Belastung für das Stromnetz bewältigt werden können. Die Ergebnisse aus den Tests mit 40 Fahrzeugen und 20 Ladestationen werden künftige Richtlinien und Infrastrukturmaßnahmen prägen. Die Abschlussberichte werden bis Ende 2026 erwartet.

Quelle