27 April 2026, 18:19

Neuer Fahrplan für die Energiewende: Was Deutschland jetzt ändern muss

Eine Liniengrafik, die die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Neuer Fahrplan für die Energiewende: Was Deutschland jetzt ändern muss

Im Dezember 2020 veröffentlichte das IFEU-Institut Heidelberg einen detaillierten Fahrplan für die deutsche Energiewende. Die gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) erarbeitete Studie soll Lücken früherer Regierungspläne schließen. Experten kritisieren, dass bestehende Strategien wie der Erneuerbare-Energien-Aktionsplan nicht weitreichend genug seien, um die vollständige Energiewende zu bewältigen.

Der Fahrplan skizziert einen schrittweisen Ansatz, beginnend mit Power-to-Heat – der Nutzung von Überschussstrom aus Erneuerbaren für die Wärmeversorgung. Zudem fordert er einen massiven Ausbau von Onshore-Windkraftanlagen, gleichmäßig über das ganze Land verteilt. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Reduzierung der Grundlastkapazitäten, einschließlich der Kernenergie, um Platz für flexible Erneuerbare zu schaffen.

Effizienzsteigerung, Energiedemokratie und der Umstieg auf Elektromobilität bilden weitere Schwerpunkte des Plans. Die Autoren betonen, dass auch Verhaltensänderungen nötig seien, und rufen zu einem höheren Energiebewusstsein der Verbraucher auf. Martin Pehnt, einer der leitenden Forscher, prägte maßgeblich die Ausrichtung des Projekts und seine Prioritäten.

Im Gegensatz zur Leitstudie 2011 des Umweltministeriums, die zwar umfassend, aber nicht in allen Bereichen der Transition deckend ist, geht der neue Fahrplan weiter. Während sich der Erneuerbare-Energien-Aktionsplan auf das Jahr 2020 beschränkte, bietet diese Roadmap eine langfristigere und ganzheitlichere Strategie.

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Der von IFEU und Fraunhofer IBP entwickelte Plan liefert einen strukturierten Pfad für die deutsche Energiewende. Er hebt den Ausbau der Onshore-Windkraft, die Verringerung der Grundlast sowie die Einbindung der Öffentlichkeit als entscheidende Schritte hervor. Die Studie schließt damit eine lang bestehende Lücke – sie bietet ein detailliertes, umsetzbares Rahmenwerk, das über die bisherigen politischen Maßnahmen hinausgeht.

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