Neuer "Gebäudetyp E" soll Baukosten senken und Wohnungsmarkt entlasten
Antonio SchleichNeuer "Gebäudetyp E" soll Baukosten senken und Wohnungsmarkt entlasten
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands hat vereinfachte Baustandards vorgeschlagen, um die Baukosten zu senken und den Druck auf dem Wohnungsmarkt zu verringern. Kernstück des Plans ist ein neuer „Gebäudetyp E“-Vertrag, der Bauherren und Käufern ermöglicht, rechtlich auf nicht essenzielle Qualitätsstandards zu verzichten.
Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (beide SPD) stellten die zentralen Punkte des neuen Vertragsmodells vor. Dem Entwurf zufolge könnten Baufirmen und Entwickler künftig zwischen drei Stufen wählen: Basis-, Mittelklasse- oder Premium-Standards. Als Standardoption wäre die „Grundausführung“ vorgesehen, wobei Aufwertungen möglich, Abstriche jedoch eingeschränkt wären.
Das Bundesjustizministerium plant, in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf für das „Gebäudetyp-E-Gesetz“ vorzulegen. Der NKR wird während des Entwurfsprozesses fachliche Begleitung leisten, um sicherzustellen, dass die Regelungen den Zielen der Kostensenkung und Marktentlastung entsprechen.
Sollte das Gesetz verabschiedet werden, hätten Bauherren und Käufer mehr Flexibilität bei der Wahl der Bauqualität. Der Fokus auf Basisanforderungen soll die Ausgaben reduzieren, ohne höhere Qualitätsoptionen dort auszuschließen, wo sie benötigt werden. Die Bundesregierung erhofft sich davon eine Entspannung der Wohnungsnot und eine Dämpfung der steigenden Kosten im Bausektor.






