Niedersachsen diskutiert den Frauentag als offiziellen Feiertag
Nadeschda HolzapfelNiedersachsen diskutiert den Frauentag als offiziellen Feiertag
In Niedersachsen läuft eine Kampagne, den Internationalen Frauentag zu einem offiziellen Feiertag zu erklären. Ein Bündnis aus Gewerkschaften und Frauenverbänden startete 2024 eine Petition, die bereits über 5.000 Unterstützungsunterschriften sammeln konnte.
Die Eingabe wurde zunächst vom Petitionsausschuss des Niedersächsischen Landtages geprüft und anschließend an das Parlament weitergeleitet, das das Innenministerium mit einer Bewertung des Vorschlags beauftragte. Seitdem fanden Gespräche mit den Initiator:innen der Kampagne, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden statt.
Das Bundesland erkennt derzeit nur zehn Feiertage an – weniger als jedes andere in Deutschland. Einige Wirtschaftsvertreter:innen äußerten Bedenken wegen möglicher wirtschaftlicher Folgen, doch Studien, auf die sich die Gewerkschaft Verdi beruft, zeigen keine negativen Auswirkungen durch ähnliche Feiertage in anderen Regionen.
Die Befürworter:innen planen nun Treffen mit Abgeordneten und wollen die Öffentlichkeit informieren. Zudem ist eine Kundgebung vor dem Landtagsgebäude während der nächsten Plenarsitzung vorgesehen. Damit der Vorschlag Gesetz wird, müsste eine Fraktion einen offiziellen Antrag einbringen.
Das Innenministerium prüft die Idee weiterhin. Bei einer Zustimmung würde der 8. März in die Liste der gesetzlichen Feiertage des Landes aufgenommen. Die endgültige Entscheidung hängt von weiteren politischen Debatten und legislativen Schritten ab.
