NRW erhöht Referendariatsplätze um 37 Prozent bis 2026
Nordrhein-Westfalen stockt sein juristisches Ausbildungsprogramm deutlich auf
Bis 2026 will das Land die Zahl der Referendariatsplätze massiv erhöhen. Dann sollen 1.700 neue Juristen in den Vorbereitungsdienst einsteigen – ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aufstockung folgt einem Beschluss vom Juli 2024, mit dem die Landesregierung nach einer Phase reduzierter Einstellungen wieder stärker in die juristische Ausbildung investiert.
Damit kehrt Nordrhein-Westfalen zu den Einstellungszahlen von 2023 zurück. Angehörige des juristischen Nachwuchses müssen im Rahmen ihres Vorbereitungsdienstes ein dreimonatiges Praktikum bei einer öffentlichen Behörde absolvieren. Die Vermittlung dieser Ausbildungsabschnitte obliegt der Bezirksregierung Münster, die für die administrative Ausbildung von Juristen zuständig ist.
Eine zentrale Rolle im Programm spielt das Landgericht Münster, das als Hauptvermittlungsstelle für die Referendare fungiert. Kürzlich trafen sich Vertreter beider Einrichtungen, um über die langjährige Zusammenarbeit zu beraten. Die Kooperation zwischen Bezirksregierung und Gericht ist seit Jahren ein Schlüssel für die Ausbildung junger Juristen.
Die erhöhten Kapazitäten unterstreichen das erneuerte Engagement des Landes für die juristische Nachwuchsförderung. Bereits im Juli 2024 begannen die Planungen für die Ausweitung ab 2026, um künftigen Juristen mehr Chancen zu eröffnen. Im Jahr 2026 werden dann 1.700 Referendare in das Programm aufgenommen – deutlich mehr als im Vorjahr. Die Bezirksregierung Münster und das Landgericht werden ihre gemeinsamen Anstrengungen zur Betreuung der Praktikanten fortsetzen. Die Entscheidung bekräftigt den Willen des Landes, hohe Standards in der juristischen Ausbildung zu sichern.






