Polizei deckt illegale Fahrzeugumbauten bei Biberacher Auto-Tagen auf
Wenzel WeinholdPolizei deckt illegale Fahrzeugumbauten bei Biberacher Auto-Tagen auf
Polizei führt verstärkte Kontrollen während der Biberacher Auto-Tage durch
Bei den Biberacher Auto-Tagen am Sonntag führte die Polizei verstärkte Streifen durch. Zwischen 8:30 und 14:30 Uhr überprüften Beamte 21 Fahrzeuge – darunter 15 Pkw und 6 Motorräder. Dabei wurden mehrere Verstöße festgestellt, die zu Bußgeldern und einer Sicherstellung führten.
Bei den Kontrollen stellten die Beamten bei sechs Fahrzeugen Mängel fest, die gegen die gesetzlichen Vorschriften verstießen. Zwei Motorräder wiesen Rückspiegel auf, die entweder zu klein oder falsch montiert waren. Ein weiteres Motorrad fiel durch Reifen mit unzureichendem Profil auf.
Besondere Aufmerksamkeit erregte ein 20-jähriger Fahrer eines Husqvarna-Motorrads. Dessen Schallämpfer war entfernt worden, sodass das Fahrzeug die zulässigen Dezibel-Grenzwerte überschritt. In der Folge wurde die Betriebserlaubnis entzogen. Zudem wurden zwei Pkw wegen nicht genehmigter Umbauten als nicht verkehrssicher eingestuft.
Im vergangenen Jahr waren bei den Biberacher Auto-Tagen 1.248 Fahrzeuge überprüft worden. Nach deutschem Recht müssen alle modifizierten Fahrzeuge den Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entsprechen. Dazu zählen TÜV-Prüfungen in den Bereichen Sicherheit, Abgaswerte, Beleuchtung, Bremsen und Geräuschentwicklung. Jede Änderung bedarf einer Einzelgenehmigung (ABE oder Einzelabnahme), um die Straßenverkehrstauglichkeit zu erhalten.
Verstöße werden mit Bußgeldern und möglichen Anzeigen geahndet. Die Behörden kündigten weitere gezielte Kontrollen an und riefen die Bevölkerung dazu auf, Fahrzeuge mit Verdacht auf illegale Umbauten zu melden.
Die Aktion zeigte erneut die anhaltenden Probleme mit der Einhaltung der Fahrzeugvorschriften bei öffentlichen Veranstaltungen auf. Ein Fahrzeug wurde sichergestellt, mehrere Fahrer und Halter müssen mit Sanktionen rechnen. Die Polizei betonte, sie werde weiterhin konsequent gegen Verstöße gegen die Verkehrssicherheit vorgehen.






