Schaffner nach Tritt bei Fahrkartenkontrolle nahe Stuttgart verletzt
Antonio SchleichSchaffner nach Tritt bei Fahrkartenkontrolle nahe Stuttgart verletzt
Bei einer routinemäßigen Fahrkartenkontrolle in einem Zug nahe Stuttgart ist ein Schaffner angegriffen worden. Der 64-jährige Mitarbeiter erlitt einen Tritt gegen das Bein durch einen 21-jährigen Fahrgast, der sich weigerte, ein gültiges Ticket vorzuzeigen. Die Polizei hat nun Ermittlungen wegen des Angriffs eingeleitet.
Der Vorfall ereignete sich am 29. April 2025 gegen 15:55 Uhr. Der Kontrolleur, ein 64-jähriger deutscher Staatsbürger, trat an den Fahrgast – einen 21-jährigen Syrer – heran, als der Zug zwischen Ammerbuch und Tübingen unterwegs war. Auf die Bitte um Vorzeigen des Tickets reagierte der Verdächtige aggressiv und trat dem Schaffner plötzlich gegen das Bein.
Ein Mitreisender griff entschlossen ein, hielt den Angreifer fest, bis die Beamten eintrafen. Die Bundespolizeidirektion Stuttgart, vertreten durch die Pressesprecherin Janna Kuntzle, ermittelt nun wegen des Verdachts der Körperverletzung.
Dieser Angriff reiht sich in eine Serie zunehmender Gewalt gegen Bahnmitarbeiter ein. Allein im März 2026 untersuchte die Bundespolizei Stuttgart mehrere Fälle, darunter Bedrohungen, Sachbeschädigungen und versuchte Angriffe während Fahrkartenkontrollen. Verdächtige wurden vorläufig festgenommen, Zeugen vernommen. Um der Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Polizei die Streifen in Risikobahnhöfen wie Stuttgart verstärkt – Teil einer bundesweiten Razzia, die vom 27. bis 29. März 2026 stattfand.
Der Verdächtige bleibt wegen Körperverletzung in Untersuchung. Die Verletzungen des Schaffners werden noch begutachtet, nähere Angaben liegen jedoch nicht vor. Die Polizei überwacht Fahrkartenkontrollen weiterhin genau und verschärft die Sicherheitsvorkehrungen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.






