19 March 2026, 20:18

Sportministerkonferenz beschließt Zentrum für sicheren Sport und Aktionsplan für Kinderbewegungsförderung

Außenansicht des Deutschen Sport & Olympia Museums in Berlin, das ein Gebäude mit Fenstern und einer Tür zeigt, umgeben von Bäumen und Bannern, unter einem bewölkten Himmel.

Sportministerkonferenz beschließt Zentrum für sicheren Sport und Aktionsplan für Kinderbewegungsförderung

Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand auf Norderney unter der Leitung von Theresa Schopper, der Sportministerin von Baden-Württemberg, statt. Wichtige Beschlüsse wurden gefasst, darunter Pläne für ein Zentrum für sicheren Sport sowie Forderungen nach klareren finanziellen und rechtlichen Regelungen für Sportvereine.

Auf der Tagesordnung standen zudem die Zukunft der Nordischen Kombination, Reformen der Fördergelder und Maßnahmen zur Steigerung der Bewegung bei Kindern und Jugendlichen.

Theresa Schopper eröffnete die Beratungen mit dem Appell, einen Nationalen Aktionsplan zu entwickeln, um mehr Kinder zu körperlicher Aktivität zu motivieren. Zudem setzte sie sich für den Erhalt der Nordischen Kombination im olympischen Programm ein – mit gleichen Startchancen für Männer und Frauen.

Dr. Christiane Schenderlein, die Beauftragte der Bundesregierung für Sport, kündigte zwei zentrale Vorhaben an: die Gründung des Zentrums für sicheren Sport sowie die Einführung des Sportfördergesetzes. Das neue Gesetz soll die Förderung von Spitzensportler:innen vereinfachen und die Transparenz bei Finanzmitteln erhöhen.

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Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, drängte auf eine zügige Verabschiedung des Sportfördergesetzes. Zudem unterstützte er die Forderung, die Frauen-Nordische Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026 aufzunehmen – ein Anliegen, das deutsche Sportminister:innen bereits Anfang März 2026 vorgebracht hatten. Seither signalisierten sowohl das Internationale Olympische Komitee (IOC) als auch der Internationale Skiverband (FIS) Zustimmung, eine endgültige Entscheidung steht jedoch bis zum 19. März 2026 noch aus.

Andy Grote, Hamburger Sportsenator, forderte einen Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendsport, um die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Bewegungszeiten zu erreichen. Schuster unterstrich dies später mit Lob für die Initiative "Jugend trainiert" und den geplanten Aktionsplan.

Daniela Behrens, Niedersächsische Sportministerin, schloss die Konferenz mit einem Dank an die Teilnehmenden. Sie hob die Einigung auf das Zentrum für sicheren Sport sowie die Bemühungen um bessere finanzielle und rechtliche Rahmenbedingungen für Vereine hervor. Zudem wurden steuerliche Fragen und die Vorbereitungen auf Großveranstaltungen während des zweitägigen Treffens erörtert.

Die Konferenz endete mit klaren Zusagen: Ein Zentrum für sicheren Sport wird eingerichtet, das Sportfördergesetz geht in die nächste Verabschiedungsphase. Zudem wurden der Nationale Aktionsplan für Jugendsport und das weitere Engagement für die olympische Aufnahme der Frauen-Nordischen Kombination bestätigt.

Die Beschlüsse zielen darauf ab, den Spitzensport zu stärken, die Förderung zu verbessern und sichere, inklusivere Rahmenbedingungen für Athlet:innen aller Leistungsstufen zu schaffen.

Quelle