Stadttheater Fürth: Anonymer Brief entzweit Belegschaft und Führung
Antonio SchleichStadttheater Fürth: Anonymer Brief entzweit Belegschaft und Führung
Stadttheater Fürth in innerer Zerrissenheit nach anonymem Vorwurfsschreiben
Das Stadttheater Fürth steht vor internen Konflikten, nachdem ein anonymer Brief Vorwürfe gegen die Führungsebene erhoben hat. In dem Schreiben wird der künstlerischen Leiterin, Dr. Silvia Stolz, vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsklima zu fördern. Die Anschuldigungen sorgen für Diskussionen – doch bisher hat sich kein Mitarbeiter öffentlich zu den Vorwürfen bekannt.
Dr. Silvia Stolz übernahm die Leitung des Theaters im November 2023. Seither verzeichnet die Einrichtung über 100.000 Besucher und mehr als 95.000 verkaufte Tickets für die Spielzeit 2024/2025. Auch das Jugendtheaterprogramm hat unter ihrer Führung einen deutlichen Aufschwung erlebt.
Der anonyme Brief, der vorgibt, 25 festangestellte Mitarbeiter zu vertreten, beschreibt eine von Angst, Misstrauen und psychischer Belastung geprägte Arbeitsatmosphäre. Unterschriften sucht man darin jedoch vergeblich. Der Dramaturg Udo Eidinger wies die Annahme zurück, das Schreiben spiegle die Meinung der gesamten Belegschaft wider, und stellte dessen Glaubwürdigkeit ohne namentliche Autoren infrage.
Unterdessen laufen die Vorbereitungen für eine anstehende Premiere weiter. Viele Kollegen bleiben ihrem Beruf mit großer Hingabe verbunden und setzen trotz der Unsicherheiten Leidenschaft in ihre Arbeit. Der Theaterkuratoriums-Vorsitzende Maurice Schönleben (SPD) sprach sich öffentlich für Stolz aus und betonte die Fortschritte des Hauses seit 2023. Er bezeichnete sie als die richtige Führungskraft für den anstehenden Wandel.
Auch Eidinger lobte Stolz dafür, die Verbindung des Theaters zur Stadt gestärkt, den Dialog gefördert und die Institution zugänglicher gemacht zu haben. Dennoch bleiben einige Mitarbeiter verunsichert und warten auf weitere Klarheit in der Angelegenheit.
Die Theaterleitung steht unter Beobachtung, doch der Spielbetrieb läuft wie geplant weiter. Mit starken Ticketverkäufen und laufenden Produktionen bewegt sich die Einrichtung trotz innerer Spannungen vorwärts. Welche Auswirkungen der anonyme Brief haben wird, bleibt ungewiss, während Mitarbeiter und Verantwortliche den Konflikt bewältigen.






