01 May 2026, 10:23

TrumpRx setzt deutsche Pharmaunternehmen unter massiven Preisdruck

Ein Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal mehr für dieselben Medikamente berechnet hat als andere Länder, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze darunter.

TrumpRx setzt deutsche Pharmaunternehmen unter massiven Preisdruck

Deutsche Pharmaunternehmen geraten unter Druck durch US-Preispolitik unter Trump

Deutsche Pharmahersteller sehen sich wachsendem Druck durch die Preispolitik der USA unter der Regierung von Donald Trump ausgesetzt. Die kürzlich gestartete Plattform TrumpRx zielt darauf ab, die Medikamentenkosten für US-Bürger zu senken, indem die Preise an denen vergleichbarer Länder – darunter Deutschland – ausgerichtet werden. Branchenvertreter warnen jedoch, dass dieser Schritt den Zugang zu neuen Arzneimitteln in Deutschland beeinträchtigen und Unternehmen zwingen könnte, ihre Strategien grundlegend zu überdenken.

US-Präsident Donald Trump führte TrumpRx ein, um Amerikanern Rabatte auf teure Medikamente zu ermöglichen. Das Programm umfasst zunächst 40 Wirkstoffe, soll aber in Zukunft ausgeweitet werden. Durch die Orientierung an deutschen Preisen als Referenzwert drückt die Politik zwar die Kosten in den USA, stellt deutsche Unternehmen vor der dortigen Marktpräsenz jedoch vor erhebliche Herausforderungen.

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Dorothee Brakmann, Geschäftsführerin von Pharma Deutschland, betonte die unmittelbaren Auswirkungen von TrumpRx. Die Plattform setze Veränderungen rasant um und zwinge die Branche zum Handeln. Deutsche Pharmaunternehmen könnten nun ihre Preismodelle und Markteinführungsstrategien überprüfen – mit der Folge, dass neue Medikamente für Patienten in Deutschland später oder gar nicht verfügbar wären.

Die Belastung für den deutschen Pharmasektor ist bereits spürbar: Aktuell sind 19 in den USA als bahnbrechend eingestufte Arzneimittel in Deutschland nicht erhältlich. Experten befürchten, dass TrumpRx dieses Innovationsdefizit verschärfen und langfristig den Zugang zu fortschrittlichen Therapien für deutsche Patienten einschränken könnte.

Im Pharma-Dialog muss nun über die Folgen von TrumpRx für den deutschen Arzneimittelmarkt diskutiert werden. Unternehmen könnten ihre Strategien anpassen – auf Kosten weiterer Verzögerungen bei der Einführung neuer Therapien. Ohne Gegenmaßnahmen droht die Kluft zwischen den verfügbaren Behandlungen in den USA und Deutschland noch größer zu werden.

Quelle