02 April 2026, 12:26

Volocopter kämpft ums Überleben: Geely als letzter Rettungsanker in der Krise

Oranges Elektroauto in einer Ausstellungshalle, umgeben von Menschen, mit Stühlen und einem Wagen rechts und Geschäften im Hintergrund.

Volocopter kämpft ums Überleben: Geely als letzter Rettungsanker in der Krise

Deutscher Lufttaxi-Entwickler Volocopter steckt in schweren finanziellen Turbulenzen und könnte bald die Mittel ausgehen. Das Unternehmen, das in Bruchsal an fliegenden Roboter-Taxis arbeitet, führt derzeit fortgeschrittene Gespräche mit dem chinesischen Mischkonzern Geely über eine mögliche Übernahme. Die Verhandlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium, konkrete Bedingungen wurden bisher nicht bekannt gegeben.

Ursprünglich hatte Volocopter geplant, während der Olympischen Spiele in Paris kommerzielle Lufttaxi-Dienste zu starten. Stattdessen gelangten nur Demonstrationsflüge zur Ausführung. Nach wie vor fehlt dem Unternehmen die notwendige Musterzulassung für den Passagiertransport – eine weitere Hürde in der Krise.

Laut aktuellen Berichten führt Geely ein Konsortium an, das dem angeschlagenen Unternehmen frisches Kapital zuführen soll. Stand April 2026 haben jedoch weder Volocopter noch Geely konkrete Schritte oder Konditionen der Verhandlungen bestätigt. Zu dem möglichen Deal äußerte sich Volocopter nicht.

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Unterdessen kritisierte der scheidende Vorstandsvorsitzende Dirk Hoke die Bundesregierung scharf, weil sie dem Unternehmen seiner Ansicht nach nicht ausreichend Unterstützung gewährt habe. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der sich die finanzielle Lage des Unternehmens weiter verschärft und Insolvenzgefahren drohen.

Eine Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) stellt zudem die Wirtschaftlichkeit von Lufttaxis infrage. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass diese Fahrzeuge die Reisezeiten kaum verkürzen dürften. Zudem könnten sie im Vergleich zu Elektroautos höhere Kosten und einen erhöhten CO₂-Ausstoß verursachen. Die Studie deutet darauf hin, dass urbane Luftmobilität allenfalls in Notfällen oder zur Anbindung abgelegener Gebiete sinnvoll sein könnte.

Volocopters Zukunft hängt nun davon ab, ob das Unternehmen neue Investitionen von Geely oder anderen Geldgebern sichern kann. Ohne zusätzliche Mittel droht dem Unternehmen der Kollaps, noch bevor seine fliegenden Taxis den regulären Betrieb aufnehmen. Das Ergebnis der Verhandlungen wird entscheiden, ob die langfristigen Pläne des Unternehmens abheben – oder endgültig am Boden bleiben.

Quelle