WACKER verzeichnet 2025 deutliche Verluste und streicht die Dividende
Wenzel WeinholdWACKER verzeichnet 2025 deutliche Verluste und streicht die Dividende
Die WACKER-Gruppe hat für das Jahr 2025 ein schwieriges Geschäftsjahr gemeldet, in dem Umsatz und Ertrag deutlich zurückgingen. Der Gesamtumsatz des Konzerns sank um 4 % auf 5,49 Milliarden Euro, während sich der Nettoverlust auf –805 Millionen Euro belief.
Für den Rückgang der finanziellen Leistung waren mehrere Faktoren verantwortlich. Geringere Absatzmengen, gesunkene Preise und nicht ausgelastete Produktionskapazitäten trugen zur Verschlechterung bei. Hohe Energiekosten in Deutschland verschärften die Situation zusätzlich.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) ging um 43 % auf 427 Millionen Euro zurück. Selbst ohne Sondereffekte verringerte sich das EBITDA um 29 % auf 529 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mit –180 Millionen Euro für das Jahr ins Minus.
Die Abschreibungen und Amortisationen stiegen auf 606 Millionen Euro, unter anderem wegen einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts im Zusammenhang mit der Übernahme des spanischen Unternehmens ADL Biopharma. Auch Sonderkosten für Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen des Sparprogramms PACE belasteten das Ergebnis mit 103 Millionen Euro. Insgesamt summierten sich Sonderbelastungen und Wertberichtigungen auf rund 600 Millionen Euro.
Für das erste Quartal 2026 rechnet WACKER mit einem Umsatz von etwa 1,35 Milliarden Euro. Das EBITDA für diesen Zeitraum wird auf 140 bis 160 Millionen Euro prognostiziert. Aufgrund des Nettoverlusts wird WACKER für das Geschäftsjahr 2025 keine Dividende vorschlagen. Die finanzielle Perspektive für das frühe Jahr 2026 deutet auf eine vorsichtige Erholung hin, doch die Herausforderungen aus den Rückschlägen des Vorjahres bleiben bestehen.






