29 March 2026, 06:23

Wildpflanzen sammeln: Wo es erlaubt ist und welche Regeln gelten

Ein Kaninchen sitzt im Dreck neben einer Pflanze, umgeben von Blättern, in einem von einem Zaun umgebenen Garten.

Wildpflanzen sammeln: Wo es erlaubt ist und welche Regeln gelten

Deutschlands ländliche Regionen bieten weite Flächen zum Wandern und Sammeln von Wildpflanzen – doch strenge Regeln regeln den Zugang zu Acker- und Weideland. Während das Pflücken von Wildkräutern harmlos erscheint, schränken Gesetze und lokale Gepflogenheiten ein, wo und wann man Pflanzen sammeln darf. Wer diese Vorschriften kennt, vermeidet Konflikte mit Landwirten und mögliche Bußgelder.

In den meisten Bundesländern ist das Betreten von landwirtschaftlich genutzten Wiesen gesetzlich verboten. Schleswig-Holstein etwa erlaubt gar keinen Zutritt zu Acker- und Grünland. Selbst in Regionen mit unterschiedlichen Regelungen kann das Betreten von Feldern oder Wiesen Ernteertrag oder Tierfutter zerstören und die Existenz von Bauern gefährden. Manche Gebiete beschränken den Zugang nur während der Wachstumsphase – doch auch hier drohen bei Verstößen Ärger und Strafen.

Das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) § 39 Abs. 3 erlaubt zwar das Sammeln kleiner Mengen wild wachsender Pflanzen wie Bärlauch für den privaten Bedarf – die sogenannte Handstraußregelung. Dies gilt jedoch nur außerhalb von Naturschutzgebieten, wo für illegales Pflücken Strafen von bis zu 50.000 Euro fällig werden können. Das Gesetz hebt allerdings lokale Einschränkungen für landwirtschaftlich genutzte Wiesen nicht auf.

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Wer als Haustierbesitzer frisches Grün für den Napf sucht, sollte Höflichkeit walten lassen: Viele Grundbesitzer haben nichts dagegen, wenn man vorher fragt – besonders, wenn nur wenige Blätter entnommen werden. Ohne Erlaubnis jedoch kann selbst das Pflücken kleiner Mengen auf Privat- oder Schutzflächen verboten sein.

Die Regeln sollen den Ausgleich zwischen öffentlicher Naturfreude und dem Schutz von Agrarflächen sowie Wildtieren sichern. Vor dem Sammeln lohnt sich ein Blick in die örtlichen Verordnungen oder eine Rücksprache mit den Landwirten, um Streit zu vermeiden. Wer unsicher ist, findet in Ratgebern wie dem Artikel "Gefragt: Was dürfen Wanderer und Sportler auf dem Feld?" weitere Klarheit.

Quelle