Lufthansa überrascht mit geringeren Verlusten – Aktie klettert um 8 Prozent
Antonio SchleichLufthansa überrascht mit geringeren Verlusten – Aktie klettert um 8 Prozent
Lufthansa verzeichnet geringeren Verlust als erwartet – Aktie steigt deutlich
Die Lufthansa hat im ersten Quartal 2026 einen geringeren Verlust als befürchtet verbucht und damit Anleger überrascht. Nach Bekanntgabe der Zahlen am Mittwochmorgen stieg der Aktienkurs des Unternehmens deutlich. Trotz gestiegener Treibstoffkosten und wirtschaftlicher Herausforderungen hielt die Airline an ihrer Gewinnprognose für das laufende Jahr fest.
Der deutsche Luftfahrtkonzern meldete einen bereinigten operativen Verlust von 612 Millionen Euro für das erste Quartal – weniger als die von Analysten prognostizierten 659 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, verblieb damit jedoch unter der erwarteten Marke von 9,3 Milliarden Euro. Die Anleger reagierten positiv: Bis Mittag kletterte die Aktie im Frankfurter Handel um 6 bis 8 Prozent.
Treibstoffkosten und Flugstreichungen belasten – Prognose bleibt stabil
Aufgrund des anhaltenden Konflikts im Iran sind die Spritpreise stark angestiegen, was Lufthansa in diesem Jahr bereits mit Zusatzkosten von 1,7 Milliarden Euro belastet. Um die Situation zu bewältigen, strich die Airline 20.000 Flüge aus ihrem Sommerflugplan. Trotz dieser Belastungen hielt das Unternehmen an seiner Jahresprognose fest, warnte jedoch, dass weitere Störungen – etwa durch Treibstoffknappheit oder Streiks – die Performance beeinträchtigen könnten.
Langfristige Ziele: Höhere Gewinne und stabile Margen
Für die kommenden Jahre peilt Lufthansa ein bereinigtes Betriebsergebnis an, das deutlich über den 1,96 Milliarden Euro aus dem Jahr 2025 liegen soll. Zudem setzte sich der Konzern ein langfristiges Ziel: eine Gewinnmarge von 8 bis 10 Prozent zwischen 2028 und 2030.
Die Quartalszahlen übertrumpften die Erwartungen und trieben den Aktienkurs um über 8 Prozent nach oben. Zwar bleiben hohe Treibstoffkosten und Kapazitätskürzungen eine Herausforderung, doch Lufthansa zeigt sich zuversichtlich, seine finanziellen Ziele zu erreichen. Entscheidend wird sein, in den kommenden Monaten weitere Lieferengpässe oder Arbeitskonflikte zu vermeiden.






