Mercedes-Benz kürzt Milliarden – doch deutsche Jobs bleiben vorerst sicher
Wenzel WeinholdMercedes-Benz kürzt Milliarden – doch deutsche Jobs bleiben vorerst sicher
Mercedes-Benz hat Pläne bekannt gegeben, die jährlichen Kosten um mehrere Milliarden Euro zu senken. Der Schritt folgt auf einen deutlichen Gewinnrückgang und schwächere Absatzzahlen in wichtigen Märkten. Die meisten deutschen Beschäftigten behalten jedoch dank bestehender Vereinbarungen zumindest bis 2029 ihre Arbeitsplätze.
Die Ergebnisse des dritten Quartals zeigten einen steilen Rückgang: Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahr um über 50 Prozent ein und lag bei 1,7 Milliarden Euro. Auch die Umsätze sanken um 6,7 Prozent auf knapp unter 35 Milliarden Euro.
Die schwache Nachfrage in China verschärft die Lage zusätzlich. Teure Modelle verkaufen sich dort schlechter als erwartet, was das Unternehmen zwingt, seine Strategie zu überdenken. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, treibt Mercedes-Benz nun Effizienzsteigerungen in allen Unternehmensbereichen voran.
Gemäß der Zusi-2030-Vereinbarung sind die meisten deutschen Mitarbeiter bis Ende 2029 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Das Unternehmen hat bereits Fixkosten reduziert, konkrete weitere Maßnahmen wurden jedoch noch nicht genannt. Unklar bleibt zudem, ob es außerhalb Deutschlands dennoch zu Stellenabbau kommen könnte.
Mit der Sparoffensive will der Konzern seine Finanzen in einem schwierigen Wirtschaftsumfeld stabilisieren. Während die deutschen Belegschaften vorerst Arbeitsplatzsicherheit genießen, schließt das Unternehmen Anpassungen an anderen Standorten nicht aus. Die vollen Auswirkungen der Einsparpläne werden sich in den kommenden Jahren zeigen.






