25 March 2026, 20:20

Stuttgart 21 zwingt Gäubahn-Fahrgäste zu jahrelangen Umstiegen und Sperrungen

Schwarzes und weißes Foto eines Dampflokomotivs auf Bahnschienen mit Rauch aus dem Motor, ein Gebäude auf der linken Seite und Strommasten mit Drähten im Hintergrund.

Stuttgart 21 zwingt Gäubahn-Fahrgäste zu jahrelangen Umstiegen und Sperrungen

Stuttgart-21-Bau bringt massive Änderungen für die Gäubahn

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In den kommenden Jahren steht die Gäubahn-Strecke vor tiefgreifenden Umstellungen aufgrund des Baus von Stuttgart 21. Reisende zwischen Stuttgart und Zürich müssen sich auf vorübergehende Einschränkungen und Umstiege einstellen. Rechtliche Versuche der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die Arbeiten zu stoppen, sind vor Gericht gescheitert.

Die Gäubahn verbindet Stuttgart mit Zürich und führt über Böblingen, Horb und Singen. Ab dem Frühjahr 2026 wird sie den Stuttgarter Hauptbahnhof nicht mehr erreichen. Stattdessen enden die Züge im Stadtteil Vaihingen, wo Fahrgäste in andere Verbindungen umsteigen müssen.

Die Unterbrechung dauert voraussichtlich bis mindestens 2032. Bereits ab 2028 könnte die Strecke sogar komplett gesperrt werden – bis zur Fertigstellung des Pfaffensteigtunnels. In dieser Phase müssen Reisende in Stuttgart-Vaihingen auf Regionalzüge oder S-Bahnen wechseln. Als Verbesserungen sind eine Verlängerung der S-Bahn bis Horb sowie vier zusätzliche S-Bahn-Verbindungen pro Stunde geplant, um die Anbindungen zu erleichtern.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte versucht, die Änderungen mit Klagen zu blockieren. Sie reichte Beschwerden ein, um den Bau zu stoppen, bis Teile der Planfeststellung zurückgenommen werden könnten. Sowohl das Verwaltungsgericht Stuttgart als auch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg wiesen die Klagen ab. Die Gerichte urteilten, dass die DUH kein Recht habe, in die Entscheidungen des Eisenbahn-Bundesamts einzugreifen. Bereits im Februar war ein ähnlicher Antrag gescheitert, da die Begründung für eine Rücknahme nicht stichhaltig war.

Der vorläufige Endbahnhof der Gäubahn in Vaihingen soll später an den neuen unterirdischen Bahnhof angebunden werden, sobald Stuttgart 21 fertiggestellt ist. Bis dahin müssen Fahrgäste jahrelang mit Umstiegen rechnen. Die abgelehnten Klagen bedeuten, dass die Bauarbeiten wie geplant fortgesetzt werden.

Quelle